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Toter zum Teil skelettiert / Gerichtsmediziner sollen Todesursache klären

Leiche bei Börry gefunden

Börry. Ein Spaziergänger hat im Waldgebiet „Hasselburg“ nördlich von Börry eine zum Teil skelettierte männliche Leiche gefunden. Der Tote lag im Lausebach – ganz in der Nähe der sogenannten Teich-Baude. Der Familienvater (45) setzte am Sonntagnachmittag kurz nach 13 Uhr einen Notruf ab. Polizei und Rettungsdienst fuhren zum Fundort. Der Polizei ist es inzwischen gelungen, den Toten zu identifizieren. Es handelt sich um einen 80-jährigen Emmerthaler.

veröffentlicht am 01.02.2016 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Hinter der Teich-Baude bei Börry fließt der Lausebach – darin lag die Leiche des Emmerthalers. ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der Senior hatte Ende vergangenen Jahres das Haus verlassen – er galt seitdem als vermisst. Die Lebensgefährtin des Rentners habe die Polizei seinerzeit über das spurlose Verschwinden ihres Partners informiert, erzählt Oberkommissar Jens Petersen. Beamte der Polizeistation Emmerthal hätten die ersten Ermittlungen aufgenommen. Weiter entfernt wohnende Angehörige, aber auch Vertrauenspersonen, die ganz in der Nähe leben, seien befragt worden. „Die Kollegen haben auch die Umgebung des Wohnorts und weitere Bereiche abgesucht. Sowohl die Nachforschungen als auch die Suchmaßnahmen sind jedoch erfolglos geblieben.“
Noch ist unbekannt, woran der Mann gestorben ist. Er könnte durch einen Krankheits- oder durch einen Unglücksfall ums Leben gekommen sein. Allerdings kann die Polizei derzeit auch ein Tötungsdelikt nicht ausschließen. Die Auffindesituation lasse keine Rückschlüsse auf die Todesursache zu, sagte Petersen. Der Tote soll am Dienstag von Rechtsmedizinern der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert werden. Die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln hoffen, dass die Gerichtsmediziner die Todesursache klären können.
Sollte der Senior einem Gewaltdelikt zum Opfer gefallen sein, müsste die Inspektion wohl eine dritte Mordkommission gründen. Denn die Ermittlungen nach den Verbrechen in Holzminden und in Groß Berkel sind noch nicht abgeschlossen.
Der Leichenfundort an der Teich-Baude bei Börry war am Sonntagnachmittag weiträumig abgesperrt und wie ein Tatort behandelt worden. Kriminaltechniker des Zentralen Kriminaldienstes suchten akribisch nach Spuren im morastigen Waldboden und im Bachlauf. Die Ermittler der Tatort-Gruppe hatten Spezialisten des unter anderem für Mord und Totschlag zuständigen 1. Fachkommissariats zu den Ermittlungen.



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