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Lehrer soll eigenes Kind sexuell missbraucht haben

Ein Lehrer einer weiterführenden Schule in Stadthagen sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Der erschütternde Vorwurf: sexueller Missbrauch im familiären Bereich sowie Besitz und Verbreiten kinderpornografischen Materials. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Bückeburg.

veröffentlicht am 05.06.2019 um 13:36 Uhr
aktualisiert am 05.06.2019 um 14:32 Uhr

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Genauere Angaben wollte Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig nicht machen. Nur so viel: Der Lehrer, der unter anderem Schüler einer Sekundarstufe I unterrichtet, wurde am 28. Mai bereits festgenommen. Da ein Richter am Amtsgericht Bückeburg Wiederholungsgefahr bei dem Beschuldigten sieht, ordnete er Untersuchungshaft an.

Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich bei dem Opfer um das eigene Kleinkind des Schaumburgers. Nach Angaben Dreißigs geht es bislang um eine Tat aus dem Jahr 2015. Die Ermittlungen dauern aber noch an. Das Material müsse weiter ausgewertet werden. Auch in der Schule soll es Durchsuchungen gegeben haben.

Der mutmaßliche sexuelle Missbrauch kam bei der Sichtung der Dateien ans Tageslicht, nachdem das Haus des Pädagogen in einer Schaumburger Samtgemeinde durchsucht worden war. Die Beamten stießen dabei offenbar auf eine Datei, die die Tat zeigt. Der 36-Jährige schweigt derzeit zu den Vorwürfen.

Besonders pikant: Der Schaumburger war auch in Kirchengemeinden im Landkreis aktiv – unter anderem als Leiter von Kinderchören. Die Behörden gehen allerdings bislang davon aus, dass es nicht zu weiteren Übergriffen außerhalb des familiären Umfeldes gekommen ist.

Nach Angaben Dreißigs drohen dem 36-Jährigen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft. Befasst mit dem Verfahren sind die Staatsanwaltschaft Bückeburg sowie die Staatsanwaltschaft Hannover. Letztgenannte Behörde hatte das Verfahren wegen des Besitzes und Verbreitens kinderpornografischen Materials seinerzeit eröffnet.

Den ursprünglichen Hinweis hatte die Staatsanwaltschaft von Ermittlern aus den USA erhalten. Thomas Klinge von der Staatsanwaltschaft in Hannover spricht von Tausenden Dateien, die immer noch nicht komplett ausgewertet sind. Es handele sich bislang um Fotos.

Besonders vor dem Hintergrund der Ermittlungspannen bei den Lügder Missbrauchsfällen gehen die Behörden sehr sensibel mit dem Schaumburger Verfahren um. von Verena Gehring



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