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LKA-Gutachten zur Fahrerflucht auf der B 217 im Oktober liegt vor

Lack gibt neue Hinweise auf Unfall-Fahrzeug

HACHMÜHLEN/HASPERDE. Kann eine Lack-Analyse bei der Suche nach einem bislang unbekannten Fahrzeug helfen, mit dem der Verursacher eines Unfalls flüchtete? Darauf hofft jedenfalls die Polizei. Denn das Gutachten des Landeskriminalamts (LKA) gibt neue Details über das Verursacherfahrzeug in einem schweren Unfall im Oktober preis.

veröffentlicht am 28.12.2019 um 09:00 Uhr

Dieser entstand am Morgen des 8. Oktober: Die drei beteiligten Fahrzeuge – ein Toyota, ein Opel und eine weiße Limousine – waren um kurz nach 7 Uhr auf der B 217 von Springe in Richtung Hameln unterwegs. Der noch unbekannte Fahrer der Limousine überholte die beiden anderen Fahrzeuge auf der linken Fahrspur. Als er wieder auf den rechten Fahrstreifen wechseln wollte, übersah er den Toyota. Dessen Fahrerin wollte ausweichen, verlor die Kontrolle über den Wagen, streifte dabei vermutlich die Limousine und prallte gegen die Mittelschutzplanke.

Die Opel-Fahrerin konnte nicht mehr ausweichen und stieß in den Toyota. Die beiden Fahrerinnen (23 Jahre aus Hameln und 58 Jahre aus dem Landkreis Hildesheim) wurden dabei verletzt. Der mutmaßliche Verursacher flüchtete in Richtung Hameln. Schon damals war bekannt: Es soll sich um eine weiße Limousine mit im vorderen Kotflügel eingelassenem Seitenblinker gehandelt haben.

Nun gibt es neue Anhaltspunkte – denn bei der Spurensicherung waren an den Unfallfahrzeugen zahlreiche Lackproben genommen und diverse Fahrzeugteile sichergestellt worden, die zur labortechnischen Untersuchung der Fachgruppe für Materialanalyse des LKA Niedersachsen übergeben wurden. Laut des nun vorliegenden LKA-Gutachtens ergebe sich die Möglichkeit, dass die Fahrzeugfläche bereits vor der Kollision mit weißer Farbe nachlackiert worden sei, teilt die Polizei mit. Mehr noch: „Mit der benutzten Lackierpistole ist vermutlich vor diesem Lackiervorgang mit roter Farbe gesprüht worden.“

Der Unfallfluchtenermittler der Polizei Bad Münder stellt daher die Frage: „Wem ist eine weiße Limousine mit Seitenblinker im vorderen Kotflügel bekannt oder aufgefallen, die seit dem Unfalltag am 8. Oktober Kontaktspuren oder Beschädigungen hinten an der rechten Fahrzeugseite aufweist und diese Flächen möglicherweise bereits vor der Kollision in weißer Farbe nachlackiert waren?“ Auch hoffen die Ermittler, dass derjenige, der den Lackiervorgang durchgeführt hat, sich daran erinnern kann, dass er vorher einen roten Lack versprüht hat.

Hinweise nimmt die Polizei Bad Münder unter 05042/ 93310 entgegen.



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