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Angst vor Straftaten steigt an – Delikte sind insgesamt aber rückläufig

Kriminalitätsstatistik belegt weniger Einbrüche

HAMELN. Die Angst vor Straftaten wächst in der Bevölkerung. Das nimmt auch die Polizei wahr. Doch die Zahlen der Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2018 belegen einen weiteren Rückgang in der überwiegenden Anzahl der Deliktsbereiche. Auffällig ist eine deutliche Abnahme der Wohnungseinbrüchen.

veröffentlicht am 06.03.2019 um 19:02 Uhr

Ein Kriminalbeamter sichert nach einem Einbruch Spuren an einem Fenster. Foto: dpa
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Ein Einbruch in ein Hamelner Wohnhaus. In Bad Münder bedroht ein Maskierter eine Tankstellenmitarbeiterin mit einer Waffe und räumt die Kasse leer. Oder auch eine Messerattacke auf eine Fahrradfahrerin im Emsland. Meldungen wie diese sorgen in der Bevölkerung nicht unbedingt für ein Gefühl von Sicherheit.

Diese Unsicherheit bei den Bürgern wird auch bei der Polizei wahrgenommen. „Wir beobachten, gestützt durch die Dunkelfeldforschung des Landeskriminalamtes, dass die Angst vor Straftaten in der Bevölkerung in den letzten Jahren ansteigt. Die Zahlen der Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2018 belegen aber einen weiteren Rückgang in der überwiegenden Anzahl der Deliktsbereiche“, stellen Kriminaldirektor Ralf Leopold, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Hameln-Pyrmont/Holzminden und Erster Kriminalhauptkommissar Axel Brünger, kommissarischer Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, fest. Die PI hat die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik für 2018 veröffentlicht.

Auffällig ist eine deutliche Abnahme der Anzahl von Wohnungseinbrüchen. Die Polizei verzeichnet einen Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Wir sind froh, dass die Menschen bei uns im Weserbergland weiterhin sicher leben“, sagte Leopold.

Einige Zahlen der Statistik sind hier kurz zusammengefasst:

  • Die Anzahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und liegt mit 11 782 Delikten in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden auf dem niedrigsten Stand seit 2009.
  • Die Aufklärungsquote liegt bei 71,62 Prozent. Laut PI „ein Spitzenwert“ in Niedersachsen.
  • Die Anzahl der Wohnungseinbrüche sank im vergangenen Jahr deutlich um mehr als 30 Prozent. Die Aufklärungsquote beträgt 29,41 Prozent.
  • Die Anzahl der Diebstähle markiert zum vierten Mal in Folge einen Tiefstand im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren. Sowohl im Bereich des einfachen als auch des schweren Diebstahls sind die Zahlen zurückgegangen.
  • Die durch Minderjährige begangenen Straftaten sind im Vergleich zum Vorjahr weniger geworden.
  • Die Polizei bearbeitete 2018 mehr als 1000 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dies sei nicht zwingend einer weiter um sich greifenden Drogenproblematik, sondern vielmehr einer Schwerpunktsetzung innerhalb der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden zuzuschreiben, heißt es vonseiten der Polizei. Die Zahl der bekanntgewordenen Fälle mit tatverdächtigen Kindern oder Jugendlichen sei rückläufig.
  • Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen ist leicht um 0,8 Prozent angestiegen. Gleiches gelte für die Anzahl der von Flüchtlinge begangenen Straftaten. (2017: 575 Fälle/ 2018: 596 Fälle).


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