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Große Mengen Treibstoff laufen aus / Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz

Kollision auf Kreuzung - Senior fährt gegen 40-Tonner

BAD MÜNDER. Auf der Bundesstraße 442 hat sich am Donnerstagvormittag in Höhe der Deisterallee in Bad Münder ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Gegen 10.40 Uhr kam es dort zu einer Kollision zwischen einem 40-Tonnen-Lastzug und einem Auto. Ein Notarztteam behandelte den 86 Jahre alten Fahrer eines VW Golf zunächst längere Zeit im Rettungswagen, brachte ihn später nach Hameln zum Sana-Klinikum.

veröffentlicht am 13.12.2018 um 11:17 Uhr
aktualisiert am 13.12.2018 um 16:21 Uhr

Der Autofahrer, der diesen VW Golf gesteuert hatte, wird im Notarztwagen behandelt. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Am Unfallort liefen aus einem aufgerissenen LKW-Tank große Mengen Diesel-Treibstoff aus - nach Abgaben von Feuerwehrsprecher Marko Klose waren es vermutlich mehrere Hundert Liter. Ein Teil floss in einen Gullyschacht. „Wir haben sofort das Klärwerk und die Untere Wasserbehörde informiert und den Schacht abgedichtet“, sagte Klose. Um einen weiteren Gully-Einlauf wurde ein Damm aus Ölbindemitteln gelegt. Auslaufender Diesel wurde in Wannen aufgefangen.
Nach Angaben der Polizei in Bad Münder hatte die Straßenmeisterei Wartungsarbeiten an der Ampelanlage der Kreuzung durchgeführt. „Die Ampeln waren daher nicht in Betrieb“, sagte ein Ermittler. Der Senior aus Bad Münder sei auf der abschüssigen Deisterallee unterwegs gewesen. Er habe mit seinem Wagen die Bundesstraße 442 in Richtung Innenstadt überqueren wollen. Ein Vorfahrt-achten-Schild stand an der Einmündung, ein gelbes Ampel-Blinklicht warnte den Verkehr, der aus der Nebenstraße kam. Der 86-Jährige muss den von rechts kommenden Lastzug übersehen oder dessen Geschwindigkeit falsch eingeschätzt haben. Der VW Golf prallte frontal gegen den Tank der Zugmaschine, die von einem 27-Jährigen aus Oberhausen gesteuert wurde. Zunächst war vermutet worden, dass der Autofahrer im Wrack eingeklemmt wurde. Das habe sich zum Glück nicht bestätigt, sagte Klose.
Da der Fahrbahnbelag großflächig mit Diesel verunreinigt und zudem glitschig war, wurde der Asphalt von einer privaten Ölbekämpfungseinheit gereinigt. Mit einer Maschine der Umwelt-Kommunal-Service GmbH aus Lauenau sei die Asphaltdecke porentief gereinigt worden, hieß es. Das Spezialfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch werden Motoröl, Benzin und andere Betriebsstoffe vom Belag entfernt. Anschließend wird das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt.
Nach Angaben von Ölbeseitigungsfachmann Andreas Schmidt müssen nicht nur drei Fahrspuren gereinigt werden. Der Seitenraum der Bundesstraße sei auf einer Länge von etwa 100 Metern mit Diesel kontaminiert. Auf Anordnung der Umweltbehörde wurde damit begonnen, das verschmutzte Erdreich mit einem Bagger auszukoffern. Experten der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirchohsen rückten mit einem Spezialtankwagen an - damit wurde ein Öl-Wasser-Gemisch aufgesaugt. Immerhin konnte die Vollsperrung zwischenzeitlich aufgehoben werden. Der Verkehr wurde danach wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Kollision sorgte für erhebliche Behinderungen. In der Innenstadt von Bad Münder waren die Straßen stundenlang verstopft.

Der Tank des 40-Tonners platzte bei der Kollision - vermutlich liefen mehrere Hundert Liter Diesel-Treibstoffaus. Foto: ube
  • Der Tank des 40-Tonners platzte bei der Kollision - vermutlich liefen mehrere Hundert Liter Diesel-Treibstoffaus. Foto: ube


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