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22-Jähriger aus dem Raum Hameln verurteilt

Knapp fünf Jahre Haft für Missbrauch von Elfjährigem

Hannover (dpa). Das Landgericht Hannover hat einen 22-Jährigen für den schweren sexuellen Missbrauch eines Schülers in Belgien zu vier Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. An dem Missbrauch hatte sich der Vater des zur Tatzeit Elfjährigen beteiligt, der seinen Sohn auf einer Pädophilenplattform im Internet zum Missbrauch angeboten hatte.

veröffentlicht am 02.10.2015 um 13:19 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

Es werde Jahre dauern, bis der psychisch geschädigte Junge über das Geschehen hinwegkomme - wenn überhaupt, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag in der Urteilsbegründung. Die Anklage hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.

Der Angeklagte, der sich im Landkreis beim Jugendrotkreuz engagiert hat, hatte die Tat bereits zu Prozessbeginn am Mittwoch gestanden. Über seinen Verteidiger ließ er erklären, dass er sich gezielt in den pädophilen Kreis des Vaters begeben habe. Er sei mit dem Ziel, den zur Tatzeit Elfjährigen zu missbrauchen, ins belgische Mechelen gefahren.

Der 45 Jahre alte Vater sitzt in Belgien in Haft, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mechelen gibt es bislang keine Erkenntnisse, dass der Belgier seinen Sohn noch von weiteren Männern missbrauchen ließ. Auf die Spur des Mannes kamen australische Ermittler bei der Fahndung nach Sexualstraftätern im Internet. Der Angeklagte aus dem Raum Hameln wurde über ein Kennzeichenerfassungssystem der belgischen Polizei ermittelt.



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