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Unfall an Kansteinklippen: Frau schwer am Rücken verletzt / Rettungseinsatz und schwierigen Bedingungen

Kletterer stürzt auf Partnerin

AHRENFELD. Komplizierte Rettung in unwegsamem Gelände: Mehr als 30 Rettungskräfte, darunter Spezialisten der Höhenrettungsgruppe aus Oldendorf, haben am Samstagnachmittag eine schwer verletzte Kletterin und ihren leicht verletzten Begleiter aus einem Felsgebiet am Kanstein geholt. Während des Einsatzes zog sich zudem ein Helfer eine Verletzung am Fuß zu.

veröffentlicht am 22.07.2018 um 14:34 Uhr

Rettungskräfte sind auf dem Rückweg vom Unglücksort. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Eine vierköpfige Klettergruppe aus dem Raum Hamburg wollte den bei Alpinisten beliebten Felsen hinaufklettern. Der Kanstein mit seinen maximal 25 Meter hohen Wänden gilt bei Klettersportlern aufgrund seiner nach Norden ausgerichteten, meist senkrechten Felsen als ideales Gebiet an heißen Sommertagen.

Gegen 13.30 Uhr passierte es. Ein Mann aus Pinneberg (40) sei aus etwa zwei Meter Höhe heruntergestürzt und auf seine Partnerin gefallen, teilte die Polizei mit. Die Hamburgerin (49) hatte den Mann unten stehend gesichert. Offenbar hatte der Kletterer vor dem Sturz noch keine Zwischensicherung eingehängt. Während sich der Mann am Arm verletzte, zog sich die Kletterin schwere Rückenverletzungen zu. Ein Notarztteam, mehrere Rettungs- sowie Feuerwehrwagen und die Höhenretter fuhren in das Waldgebiet oberhalb von Ahrenfeld.

Die Retter mussten sich mehrere Hundert Meter zu Fuß durch unwegsames, steiles Gelände vorkämpfen, um an den Unfallort zu gelangen. Auf dem Weg knickte ein Notfallsanitäter um und verletzte sich am Sprunggelenk. Nach einer Erstversorgung wurde die Kletterin in eine Spezialtrage gelegt und dort fixiert. Die Höhenretter zogen derweil zwei Seilgeländer, in die die Schleifkorbtrage gehängt wurde, und zogen die Verletzte den Berg hoch. „Den gleichen Weg zurückzugehen, hätte zu lange gedauert“, sagte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Habenicht. Mehr als eineinhalb Stunden nach dem Sturz wurde die Hamburgerin zu Tal gefahren. Rettungswagen fuhren die drei Verletzten in Hildesheimer Krankenhäuser.

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