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Datenträger beschlagnahmt / Eltern zunächst entlassen

Kinder missbraucht? Polizei nimmt Eltern in Höxter fest

Höxter. Wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung hat die Polizei am Mittwoch die Eltern einer sechsköpfigen Familie im Kreis Höxter vorläufig festgenommen. Zwei Kinder (drei und 13 Jahre alt) wurden in die Obhut des Jugendamtes des Kreises Höxter übergeben, zwei weitere Kinder befanden sich bereits in Jugendhilfeeinrichtungen und lebten nicht mehr bei der Familie.

veröffentlicht am 21.02.2019 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 21.02.2019 um 19:20 Uhr

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Gibt es einen weiteren Fall von Kindesmissbrauch im Weserbergland? Im Kreis Höxter hat die Polizei ein Elternpaar vorübergehend festgenommen. Es steht im Verdacht, zwei ihrer vier Kinder misshandelt zu haben. Hintergrund soll eine Anzeige mit konkreten Hinweisen zu Misshandlungen Schutzbefohlener sein, die bei der Polizei in Höxter eingegangen war. Außerdem erhielten die Ermittler Hinweise auf sexuellen Kindesmissbrauch, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemeldung mit. Mit weiteren Auskünften halten sich die Behörden jedoch zunächst noch bedeckt.

Nach konkreten Hinweisen zu Misshandlungen Schutzbefohlener schritt die Polizei am frühen Mittwochabend in einem Ort im Kreis Höxter ein und nahmen die Eltern von vier Kindern vorläufig festgenommen. Das Paar steht im Verdacht, zwei ihrer Kinder (drei und 13 Jahre alt) misshandelt zu haben.

Ermittler haben aber auch Hinweise auf „sexuellen Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit dem Internet“, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte.

Die zwei Kinder kamen in die Obhut des Jugendamts des Kreises Höxter. Die beiden anderen Kinder des Paares lebten nach Polizeiangaben nicht mehr bei den Eltern. Sie sollen bereits in Jugendhilfeeinrichtungen betreut werden, hieß es. Bei einer Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmte die Polizei mehrere mutmaßliche Beweismittel. Darunter sollen sich Datenträger befinden, die nun sorgfältig ausgewertet werden.

Die Eltern wurden am Mittwoch vernommen und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Familie soll noch nicht lange im Kreis Höxter wohnen. Sie sei erst kürzlich aus einem anderen Bundesland in den Raum Höxter gezogen, hieß es von der Polizei.

Hinweise darauf, dass die Familie zuvor in einem anderen Landkreis im Weserbergland wohnte, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. „Hinweise, dass die vermuteten Taten in Zusammenhang mit den Vorfällen auf dem Campingplatz Lügde stehen, gibt es nicht“, sagte ein Beamter.



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