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Autofahrer soll ohne triftigen Grund gebremst haben

Kettenreaktion nach Streit: Verletzte bei Kollision am Ohrberg

KLEIN BERKEL. Nach einem Verkehrsunfall auf der B 83 untersucht die Polizei das angeblich sonderbare Verhalten des mutmaßlichen Verursachers – der 25-Jährige aus Bodenwerder steht im Verdacht, ohne triftigen Grund unterhalb des Ohrbergs seinen VW Passat stark abgebremst zu haben. Es kam zu einer Kollision, bei der drei Menschen verletzt wurden.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 15:49 Uhr

Der Unfallort unterhalb des Ohrbergs – Notfallsanitäter des DRK und der Feuerwehr kümmern sich um die Verletzten. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Vor dem Auffahrunfall, an dem drei Volkswagen beteiligt waren, soll es zwischen dem 25-Jährigen und einer 28 Jahre alten VW-Golf-Fahrerin „zu beleidigenden Gesten und Zwistigkeiten“ gekommen sein. Hauptkommissar Jens Petersen stellt klar: „Streitigkeiten haben im Straßenverkehr nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn es in Tätlichkeiten ausartet und zu Verkehrsunfällen mit Personenschäden kommt. Das Verhalten des Passat-Fahrers wird im Laufe der Ermittlungen führerscheinrechtlich gewürdigt werden.“ Dem Mann wird nach Angaben von Ermittlerinnen „unnötiges Bremsen und fahrlässige Körperverletzung“ vorgeworfen.

Der Beschuldigte behauptet, er habe „ganz vorsichtig gebremst“. Schon auf der Pyrmonter Straße soll es zu einem Vorfall gekommen sein. Der 25-Jährige soll die Golf-Fahrerin überholt haben und ganz knapp vor ihrem Wagen eingeschert sein. Darüber soll sich ein Streit entzündet haben. An der Ampel in Höhe des „Jawoll-Marktes“ sollen sich die Beteiligten „angemeckert“ haben. Auch der Stinkefinger soll gezeigt worden sein. Der Passat-Fahrer soll geglaubt haben, die Frau fotografiere während der Fahrt sein Auto. Er bremste – und löste am Donnerstag gegen 12 Uhr eine Kettenreaktion aus.

Die Golf-Fahrerin aus Kirchohsen, die mit ihrem kleinen Sohn (5) unterwegs war, konnte ihren Wagen nicht rechtzeitig zum Stehen bringen. Es krachte. Eine hinter ihr fahrende VW-Golf-Fahrerin (49) aus Kirchohsen fuhr gegen das Heck des VW der 28-Jährigen.

Über das mutmaßliche Verhalten des Passat-Fahrers schüttelt die Polizei den Kopf. Auf Twitter schrieb die Inspektion: „Wenn man jetzt noch hört, warum der Unfall passiert ist, dann stehen einem die Haare zu Berge.“

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