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Fahnder schnappen mutmaßlichen Serientäter aus dem Kreis Lippe bei fingierter Übergabe

Internet-Betrug – Festnahme in Hameln

Hameln. Während einer Scheinübergabe haben Fahnder des Betrugskommissariats in Hameln einen bundesweit operierenden Internet-Betrüger geschnappt. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Die Höhe des Gesamtschadens, den der 33-Jährige aus dem Kreis Lippe angerichtet haben soll, lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern.

veröffentlicht am 04.12.2015 um 11:36 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Ulrich Behmann

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Nach Angaben des für Betrugsverfahren zuständigen Leiters des Fachkommissariats 3 (FK 3) beträgt der Schaden derzeit zwar nur mehrere Tausend Euro. „Die genaue Summe dürfte sich aus kriminalistischer Erfahrung und nach einer bundesweiten Auswertung jedoch noch deutlich erhöhen“, meint der
Erste Kriminalhauptkommissar Frank Weiss. Der mutmaßliche Serientäter sei durch umfangreiche Ermittlungen ausfindig gemacht worden.
 Der Tatverdächtige soll über eine bekannte Internet-Auktions- und Verkaufsplattform hochpreisige Stricksoftware für Nähmaschinen zu günstigen Preisen offeriert haben. Bei der bundesweit angebotenen und verschickten Software handelte es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei allerdings um Raubkopien, die sich in den meisten Fällen nicht auf dem Endprodukt installieren lassen. Ein Kunde aus Hameln wurde skeptisch, als er ein Schreiben erhielt, das formal nicht den Vorgaben einer Rechnung entspricht. Der Mann informierte die Polizei.
 Ins Visier der Fahnder geriet schließlich der 33-Jährige aus Nordrhein-Westfalen, der als Verkäufer und Warenbote auftrat. Bei einer zum Schein inszenierten Übergabe der Ware nahmen Ermittler des FK 3 den Verdächtigen am Mittwochvormittag in Hameln vorläufig fest. Wenig später wurde die Wohnung des mutmaßlichen Betrügers durchsucht. Man habe dort Gegenstände sichergestellt, die „beweiserheblich“ seien. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Warenbetrugs eingeleitet. Er befindet sich wieder auf freiem Fuß.



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