weather-image
28°
Großbrand zerstört Firmenhalle des Nienstädter Unternehmens Accentform

Industriehalle abgebrannt: Mehr als 500 000 Euro Schaden

NIENSTÄDT. Ein Großbrand hat eine Halle des Nienstädter Unternehmens Accentform zerstört. Im Einsatz waren am frühen Freitagmorgen nahezu 200 Helfer. Verletzt wurde niemand.

veröffentlicht am 13.07.2018 um 17:51 Uhr
aktualisiert am 13.07.2018 um 18:40 Uhr

Flammenhölle: Mehr als 200 Feuerwehrkräfte bekämpfen den Großbrand. Foto: rg

Autor:

Verena Gehring und Kirsten Elschner
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Gegen 3.40 Uhr verständigte ein Anwohner die Polizei und meldete, dass im Industriegebiet Kleefeld ein Feuerschein zu sehen ist. Die Leitstelle alarmierte im ersten Schritt die örtlichen Wehren. Doch auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrmitglieder bereits, dass es sich um einen Großbrand der Industriehalle, bestehend aus einem Stahl- und Blechkonstrukt, handelte.

Die Alarmstufe wurde erhöht, hinzugerufen wurde die Feuerwehr Stadthagen mit ihrer Hubrettungsbühne. Kurze Zeit später wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Neben den zahlreichen Feuerwehren rückte die Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg, der Fernmeldezug des Landkreises Schaumburg sowie die kompletten Nienstädter Wehren und zusätzlich die Helfer aus Obernkirchen aus.

Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, bekämpften die Einsatzkräfte erst von der Hubrettungsbühne die aus der Halle schlagenden Flammen. Als diese grob eingedämmt waren, rückten die Helfer mit Atemschutz gegen das Feuer vor. Derweil wurde die Bevölkerung über die Katastrophen-App des Landkreises Schaumburg dazu aufgerufen, im Nahbereich des Feuers Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Umweltschutzeinheit nahm Luftprüfungen vor, die allesamt negativ verliefen. Obwohl Styropor in dem Unternehmen brannte, gab es keine schädlichen Luftbelastungen. Um kurz vor 6 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Es folgten Nachlöscharbeiten. Außerdem ließen die Helfer eine Drohne steigen, um zu schauen, ob noch irgendwo versteckte Brandnester waren.

Die abgebrannte Halle ist eine von insgesamt fünf Hallen des Unternehmens. Sie wurde 2012 gebaut. Darin war der kleinste von drei Geschäftsbereichen untergebracht: CNC-Bearbeitungen und die Fertigung großer Styropormodelle. Die vielen freiwilligen Helfer, darunter auch viele Mitarbeiter, konnten einen Büro- und Serverraum schützen. Dennoch brannte der eigentliche Produktionsbetrieb nieder. Da auf dem Dach auch großflächig Fotovoltaikanlagen angebracht waren, steigt der Schaden noch.

Nach Angaben von Inhaber Jürgen Maicher sei die Halle für rund 500 000 Euro errichtet worden. Hinzu käme noch der Verlust diverser Maschinen und Produkte. Am Morgen verschafften sich Brandexperten der Bückeburger Polizei einen ersten Überblick über den Brandort. Auch erste Befragungen wurden vorgenommen.

Wenn die zerstörte Halle wieder gefahrlos zu begehen ist, werden nach Angaben von Matthias Auer, Sprecher der Polizei Bückeburg, die Ermittlungen vor Ort weitergeführt, um Erkenntnisse zur Brandursache zu finden. Der gesamte Brandort ist beschlagnahmt worden.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare