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Dealer überwacht Marihuana

Indoor-Plantage entdeckt

STADTHAGEN. Wahrlich generalstabsmäßig hat ein 26-Jähriger in seiner Zweitwohnung in Stadthagen seine Marihuanaplantage bewacht. Doch auch die Liveübertragung seiner Pflanzen via Internetkamera schützte den einschlägig polizeibekannten Mann nicht davor, dass er auffliegt. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

veröffentlicht am 03.08.2017 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 03.08.2017 um 18:30 Uhr

Kriminalermittler untersuchen die Indoor-Plantage des 26-Jährigen. Foto: pr.

Autor:

Verena Insinger
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Der Clou gelang den Stadthäger Beamten Mittwochmorgen. Dann nämlich standen sie mit einem Haftbefehl in der Hand vor der Wohnungstür in der Innenstadt. Der Beschluss fußte auf vorangegangenen Ermittlungen, wonach der hinreichende Verdacht bestand, dass der junge Mann Handel mit Betäubungsmitteln betreiben würde. Nachdem sich der 26-Jährige weigerte, seine Wohnungstür zu öffnen, drangen die Polizeibeamten gewaltsam in die Wohnung ein. Im Innern nahmen sie den Verdächtigen vorläufig fest.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler nicht geringe Mengen eines weißen kristallinen Pulvers – vermutlich Amphetamin – sowie eine ebenfalls nicht geringe Menge von Marihuana.

Im weiteren Verlaufe fiel den Beamten ein Computer auf, der Bilder einer nahezu identischen Wohnung zeigte. Die Polizisten durchsuchten nun den Wohnblock nach den abgebildeten Räumen. Die Überprüfung führte die Ermittler einige Etagen höher in eine Wohnung, die offenbar ebenfalls von dem Beschuldigten genutzt wurde. Dort stießen die Polizisten auf insgesamt vier sogenannte Aufzuchtzelte, gefüllt mit über 100 Pflanzen in unterschiedlichen Reifegraden. Dazu lagerten in den Räumen erhebliche Mengen konsumfertigen Marihuanas, heißt es vonseiten der Behörde.

Kriminaltechniker konfiszierten die Pflanzen und sicherten in Schutzanzügen den Tatort. Die Staatsanwaltschaft hat beim Amtsgericht einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Amtsrichter Kai Oliver Stumpe gab dem statt. Er sah unter anderem Fluchtgefahr als Grund für die Untersuchungshaft.

Um die weiteren Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei nicht zu gefährden, werden derzeit keine weiteren Einzelheiten zu dem Sachverhalt veröffentlicht, heißt es vonseiten der Behörden. Den 26-Jährigen erwartet allein für den Besitz der fertiggestellten Drogen eine Freiheitsstrafe, die nicht unter einem Jahr ausfällt. Hinzu kommen noch der Anbau und möglicherweise der Handel mit Betäubungsmitteln.

Übrigens: Alle beschlagnahmten Betäubungsmittel werden nun an das Landeskriminalamt geschickt und dort auf die exakte Wirkstoffkonzentration untersucht. Im Anschluss werden die Pflanzen und die bereits fertiggestellten Drogen nach Angaben des Polizeisprechers bei höherer Temperatur zerstört.



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