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Nach Notruf: Großer Polizeieinsatz

„In Keller gesperrt“ - Frau täuscht Freiheitsberaubung vor

HAMELN. Eine Hamelnerin hat am Samstag die Polizei stundenlang an der Nase herumgeführt. Die Frau gab an, dass sie jemand in einen Keller gesperrt hatte. Nach einem größeren Polizeieinsatz kam heraus: Die 51-Jährige hatte alles erfunden. Offenbar, um ihren Ex-Partner zu belasten.

veröffentlicht am 12.11.2018 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 20.11.2018 um 12:06 Uhr

Symbolfoto Polizei
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Der Anruf, der am Samstagabend in der Kooperativen Regionaleitstelle Weserbergland (KRL) auflief, löste einen größeren Polizeieinsatz aus. Ein Mensch schien in Gefahr zu sein. Um kurz nach 20 Uhr schilderte eine Frau dem Disponenten, dass sie in einen Keller gesperrt worden war. Noch bevor der Koordinator gezielt Rückfragen stellen konnte, brach das Telefonat ab, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein Beamter rief die Hamelnerin umgehend zurück. Die Frau erzählte dem KRL-Mitarbeiter, dass sie vermutlich von ihrem ehemaligen Lebensgefährten betäubt und anschließend in einem Kellerraum eingesperrt worden war. Wo sich der Keller befindet, konnte sie jedoch nicht sagen. „Da die Frau angab, dass der Akku ihres Handys fast leer war, wurde das Gespräch vorerst beendet, um den Akku zu schonen“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera.

Polizeibeamte konnten zwischenzeitlich in Erfahrung bringen, dass es sich bei offenbar in Not befindlichen Person um eine 51 Jahre alte Hamelnerin handelte. Die Beamten recherchierten zudem, dass die Frau in der Vergangenheit „mehrfach Ärger mit ihrem 40 Jahre alten Ex Lebensgefährten, einem Mann aus Aerzen, hatte“, so die Polizeisprecherin.

Polizisten des Einsatz-und Streifendienstes fuhren zu den jeweiligen Wohnungen in Hameln und Aerzen. Der 40-Jährige habe glaubhaft angegeben, seine ehemalige Partnerin am Vormittag in Hameln zuletzt gesehen zu haben. In der Wohnung und im Keller war die Frau nicht zu finden. Allerdings durch eine angeordnete Ortung ihres Handys. In einem Keller saß die Frau nicht. Sie habe sich in der Wohnung eines Bekannten aufgehalten, teilte Heineking-Kutschera mit. Als Motiv soll die Hamelnerin angegeben haben, ihrem Ex „eins auswischen zu wollen“.



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