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Mensch in Not entpuppt sich als totes Schaf

Hund rettet sich auf Tierkadaver

GROHNDE/HAJEN/HEHLEN. Ein in der Weser treibendes Schaf und ein sich daran festkrallender Hund haben am Mittwochvormittag die Feuerwehren Hajen, Kirchohsen und Hehlen auf Trab gehalten. Auch die Polizei beschäftigt sich mit dem Fall. Zunächst sah es so aus, als würde ein Mensch im Wasser treiben.

veröffentlicht am 19.09.2018 um 13:08 Uhr

Feuerwehrleute aus Kirchohsen lassen an der Grohnder Fähre das Boot „Florian 1“ zu Wasser. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Zunächst war die Lage unklar. Um 7.29 Uhr hatte Anne Christin Maaß aus Frenke der Leitstelle über Notruf 112 gemeldet, in der Weser würden vermutlich ein Mensch und ein Hund in Not sein. Der Disponent alarmierte sofort die Feuerwehr Hehlen und die DLRG-Wasserrettung. Noch vor Eintreffen der ehrenamtlichen Kräfte meldete sich die Anruferin erneut und teilte mit, der Hund sei inzwischen gerettet worden. Es sei zum Glück kein Mensch, sondern ein totes Schaf, das im Fluss treibe.

Ihr Ehemann Christopher Maaß war in der Zwischenzeit in die Weser gegangen, um zu helfen. „Das letzte Stück musste ich schwimmen“, erzählt der 31-Jährige. „Aus der Nähe habe ich dann schnell erkannt, dass es ein Tierkadaver war, an dem sich der Hund festklammerte.“ Maaß schnappte sich den vor Angst quiekenden und winselnden Hund und brachte ihn ans Ufer. „Das war schon sehr sportlich, denn die Strömung ist an dieser Stelle nicht ohne“, erzählt er.

Das Ehepaar war am Morgen mit dem Auto über die Weserbrücke bei Daspe gefahren, als Anne Christin Maaß den Hund im Wasser sah. Von oben habe es so ausgesehen, als sitze er auf seinem Herrchen, sagt der Frenker.

Das tote Schaf ließ der 31-Jährige weitertreiben. Er hätte es nicht geschafft, auch noch den Tierkadaver aus dem Fluss zu ziehen. Die Feuerwehren Hajen und Kirchohsen wurden gegen 8.10 Uhr alarmiert. Freiwillige ließen an der Grohnder Fähre das Mehrzweckboot „Florian 1“ zu Wasser und machten sich auf die Suche nach dem toten Tier – es wurde rasch entdeckt und nach Hajen geschleppt.

Ein Augenzeuge berichtete der Polizei wenig später, er habe vor einiger Zeit beobachtet, wie ein Hund ein Schaf ins Wasser trieb. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Die Feuerwehr Kirchohsen hatte bereits am 20. und am 30. Juli tote Schafe aus der Weser bergen müssen. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 05533/974950 entgegen.



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