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81-Jährige wurde am Riesackweg gesehen / „Phönix“ kreist über Hameln

Hubschrauber sucht nach vermisster Seniorin

HAMELN. Nach einem konkreten Hinweis aus der Bevölkerung hat die Polizei die Suche nach der seit mehreren Tagen vermissten Hamelnerin Anneliese Schaper intensiviert. Am Mittwochabend kreiste anderthalb Stunden lang ein Polizeihubschrauber über dem Basbergviertel und über der Nordstadt. Alle verfügbaren Streifenwagen waren im Einsatz.

veröffentlicht am 23.05.2019 um 13:50 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 15:32 Uhr

Hubschrauber „Phönix“ sucht den Basberg ab. Foto: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Dennoch gelang es nicht, die vermutlich demenzkranke Seniorin zu finden. Nach ihr werde weiter gesucht – im Rahmen der Streife und von Beamten einer sogenannten Verfügungseinheit, hieß es am Donnerstag. „Das unter anderem für Vermisstenfälle zuständige 1. Fachkommissariat habe einen Mantrailer angefordert“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera am Mittag.

Eine Spaziergängerin (46) hatte der Polizei am Mittwochabend telefonisch mitgeteilt, dass ihr die 81-Jährige gegen 19 Uhr in der Nähe des Riesackweges begegnet sei. Die Rentnerin sei aus dem Wald auf sie zugekommen und habe sie gefragt, wie sie zur Justus-Kiepe-Straße komme. Die Zeugin erklärte ihr den Weg, ging dann nach Hause und schaute sich daheim das in der Dewezet veröffentlichte Foto der Vermissten an. Danach waren letzte Zweifel beseitigt – die Hamelnerin informierte die Polizei. Sofort wurden mehrere Streifenwagen zum Basberg geschickt. Polizisten zeigten der 46-Jährigen ein Bild der alten Dame. Die Frau sei sich ganz sicher, Anneliese Schaper getroffen zu haben, sagte ein Kommissar. „Die Personenbeschreibung und die Bekleidung – alles passt.“

Mit Streifenwagen wurden Straßen, Wald- und Feldwege abgefahren. Auch in der Stadt hielten Polizisten Ausschau nach der Frau. Die Kleidung der Seniorin sei nicht verschmutzt oder durchnässt gewesen, hieß es. Wenn das so ist, stellt sich die Frage: Wo hat die Vermisste übernachtet – und wie hat sie sich vor dem Regen geschützt? Die Einsatzleitung forderte den am Flughafen Langenhagen stationierten und mit einer Wärmebildkamera ausgerüsteten Polizeihubschrauber „Phönix“ an. Die Besatzung flog das Waldgebiet und Teile der Stadt ab – Anneliese Schaper war jedoch wie vom Erdboden verschluckt. „Wir haben gehofft, dass nun ein Personenspürhund vom Riesackweg aus den individuellen Geruchsmerkmalen der Vermissten folgen kann und uns zu ihr führt“, erzählt Oberkommissarin Heineking-Kutschera. Der private Hundeführer sei jedoch der Meinung, dass der Einsatz eines Mantrailers nicht Erfolg versprechend sei, sagte die Beamtin.

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Streifenwagen begegnen sich auf dem Bahnübergang an der Süntelstraße, wo Polizisten einen Fußgänger befragen. Foto: leo

Die Seniorin war am Montagmittag von ihrer Tochter (51) als vermisst gemeldet worden. Nachbarn berichteten den Ermittlern, sie hätten die alte Dame zuletzt am Sonntag gegen 19 Uhr an ihrem Wohnort in der Nordstadt gesehen. Es ist davon auszugehen, dass die Hamelnerin orientierungslos ist. Sie sei sehr gut zu Fuß, gehe gern spazieren und lege dabei häufig größere Entfernungen zurück, hieß es. Anneliese Schaper hat sich allerdings schon mehrmals verlaufen. Im Januar war sie in Diedersen aufgespürt worden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag hatte die Hamelner Feuerwehr Schlägers Teich an der Knabenburg ausgeleuchtet und mit einer Drohne der Kreisfeuerwehr nach der Vermissten gesucht. Am frühen Morgen war ein Personenspürhund im Einsatz – er habe die Beamten in Richtung Basbergstraße geführt, hieß es. Aufgrund des starken Regens konnte der Mantrailer der Fährte aber nicht weiter folgen. Polizisten haben auch überprüft, ob die Seniorin in der Zwischenzeit in ihre Wohnung zurückgekehrt ist. Das ist leider nicht der Fall, sagte die Sprecherin.

Anneliese Schaper ist 1,62 Meter groß und schlank – sie hat schwarze schulterlange Haare, trägt eine graue Daunenjacke, eine schwarz-weiß gestreifte Bluse, eine schwarze Hose und schwarze Stiefel. Wer die Vermisste gesehen hat, wird gebeten, die Ermittler unter 05151/933-222 anzurufen.



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