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Besatzung fliegt Gaspipeline ab - Kaffeepause am Multimarkt

Hubschrauber landet am Mengerberge

KLEIN BERKEL. Am Rande des Wohngebietes „Mengerberge“ in Klein Berkel (gegenüber von Möbel Heinrich) ist am Donnerstagvormittag ein schneeweißer Hubschrauber vom Typ MD 500 gelandet. Die Männer hatten eigenen Angaben zufolge bei dem schlechten Wetter eine Zwischenlandung gemacht, um eine Kaffeepause zu machen.

veröffentlicht am 20.10.2016 um 12:03 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:20 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Die zweiköpfige Besatzung eines privaten Helikopter-Dienstes stellte die Maschine auf einem asphaltierten Feldweg ab – zwischen einer Schranke und einer Ampel. Die Männer hatten eigenen Angaben zufolge eine Zwischenlandung gemacht, um eine Kaffeepause zu machen. Aus der Luft hatten sie den Multimarkt gesehen. Mit der schnellen McDonnell-Douglas-Maschine fliegt die Crew im Auftrag der GASCADE Gastransport GmbH mit Hauptsitz in Kassel ein in Deutschland weit verzweigtes Pipeline-Netz ab. Die GASCADE ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BASF und Gazprom und betreibt ein bundesweites Gasfernleitungsnetz mit einer Länge von mehr als 2400 Kilometern. Früher hieß die GASCADE noch WINGAS Transport. Mit dem Gas, das sich in dem Leitungsnetz befindet, handelt wiederum die Gazprom-Tochter WINGAS. Das Erdgas kommt aus verschiedenen Regionen und Ländern. Große Gasfelder liegen in Russland und der norwegischen Nordsee. Aber auch in Holland und in Deutschland wird Gas gefördert. Über die Ostseeleitung Nord Stream werden große Gasmengen aus Russland transportiert. Das Gas kommt dann über die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) und die Mitte-Deutschland-Anbindungsleitung (MIDAL) auch nach Hameln und Lemgo.

Aufgabe der Hubschrauber-Besatzung ist es, die Pipelines abzufliegen und aus der Luft zu schauen, ob bzw. wo in der Vergangenheit in diesem Korridor gebaut wurde. Damit sind die Männer ein paar Tage beschäftigt. „In der Tat wird das Pipelinenetz alle drei Wochen beflogen, um nach Unregelmäßigkeiten in der Nähe der Trasse zu schauen“, erklärt GASCADE-Sprecherin Nicola Regensburger im Gespräch mit der Dewezet. Darüber hinaus werde das Leitungsnetz regelmäßig befahren und auch begangen. „Sicherheit hat für uns die höchste Priorität.“

Information

Die WINGAS GmbH

Die WINGAS GmbH, die das GASCADE-Netz benutzt, gehört mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent zu den größten Erdgasversorgern Deutschlands. Wie die GASCADE hat die Gazprom-Tochter ihren Sitz in Kassel. Sie ist sowohl auf dem deutschen Markt als auch in Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Niederlande und der Tschechischen Republik tätig. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke.



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