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Beide Angeklagte beschuldigt

Höxter-Prozess: Opfer berichtet von monatelanger Qual

HÖXTER. Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter hat eine Zeugin den beiden Angeklagten schwere Vorwürfe gemacht und von monatelangen Qualen berichtet. Die heute 52-jährige Frau schilderte vor dem Landgericht Paderborn, wie sie immer wieder körperlichen Angriffen ausgesetzt gewesen sei. Die Frau hatte von 2011 bis Anfang 2012 bei ihren mutmaßlichen Peinigern gelebt.

veröffentlicht am 16.05.2017 um 14:38 Uhr
aktualisiert am 16.05.2017 um 15:40 Uhr

Der Angeklagte Wilfried W. (l) und sein Anwalt Detlef Binder (M), sowie die Angeklagte Angelika W. am Dienstag im Landgericht Paderborn. Foto: dpa

Über Jahre hinweg sollen Angelika und Wilfried W. mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Beide sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien.

Nach Angaben der Zeugin soll die 48-jährige Angeklagte Angelika W. Pfefferspray eingesetzt haben. Der mitangeklagte Wilfried W. (47) habe ihr mit einer Schaufel vor den Kopf geschlagen, bevor die beiden sie zurück in ihre Heimat nach Magdeburg geschickt hätten, sagte die Frau am Dienstag. Beide Angeklagte hätten ihr mit dem Tod gedroht, sodass sie jahrelang vor einer Anzeige bei der Polizei zurückgeschreckt sei. „Es waren beide zu gleichen Teilen“, sagte die Betonbauerin auf die Frage, wer die treibende Kraft bei den Misshandlungen gewesen sei. dpa

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