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Zwei Männer sehr schwer verletzt / Polizei geht von Raser-Unfall aus

Heftige Kollision - Bundesstraße gleicht Trümmerfeld

REHER. Bei einer heftigen Kollision auf der Hauptstraße in Reher (Ortsdurchfahrt) sind am Mittwochabend gegen 21.20 Uhr zwei Männer (53, 31) aus Hameln und Barntrup sehr schwer verletzt worden.

veröffentlicht am 13.06.2019 um 05:06 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 15:30 Uhr

Rettungseinsatz - Notärzte, DRK-Helfer und Feuerwehrleute kümmern sich um die Unfallopfer. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Rettungskräfte der Feuerwehr mussten ein Opfer mit schwerem Gerät befreien. Die Bundesstraße 1 musste bis zum frühen Donnerstagmorgen (1.15 Uhr) voll gesperrt werden. Ersten Erkenntnissen der Polizei ist der folgenschwere Verkehrsunfall auf stark überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Das zeigen nicht nur Spuren auf dem Asphalt. Es gibt auch Augenzeugen. Der Fahrer (53) eines Renault Clio soll den Zusammenstoß verursacht haben. Die Tachonadel des Kleinwagens sei bei 108 km/h stehengeblieben, hieß es. Der Mann soll noch schneller gefahren sein, denn vor dem Aufprall soll der Fahrer noch gebremst haben.

Es besteht der Verdacht, dass der 53-Jährige aus Barntrup doppelt so schnell gefahren ist wie innerorts erlaubt. In einer Rechtskurve war der Clio nach links von der Straße abgekommen – der Fahrer (31) eines Ford Focus, der in Richtung Grießem unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Wagen des Hamelners traf den Renault Clio vorn rechts. Folge: Der Ford landete auf dem Dach, blieb – halb in einer Hecke steckend – auf einem Gehweg liegen. Der Renault kippte auf die Beifahrerseite und kam auf der Straßenmitte zum Liegen. Die Ortsdurchfahrt war mit Trümmern übersät, Öl lief aus.



Neben zwei Notärzten aus Bad Pyrmont und Notfallsanitätern der DRK-Wachen Aerzen, Bad Pyrmont und Emmerthal rückten auch die Feuerwehren Aerzen, Groß Berkel und Reher aus, um den Unfallopfern zu helfen. Mit einer hydraulischen Rettungsschere durchtrennten Freiwillige nach Angaben von Einsatzleiter Jörg Pyka die A-Säule des Renault Clio und schnitten dann das Dach auf, um den Fahrer befreien zu können. Ein Arm des Schwerverletzten sei unter der Beifahrertür eingeklemmt gewesen, sagte ein Retter.

2 Bilder
Ein Blick auf den Tacho zeigt, was weshalb passiert ist. Foto: ube

Der Unfall löste einen Großeinsatz aus – allein die Feuerwehr rückte mit zehn Fahrzeugen und 63 Helfern an. Rettungskräfte forderten frühzeitig einen Hubschrauber an. Es konnte jedoch keine der vier angefragten Besatzungen nach Reher fliegen. Die Intensivtransporthubschrauber aus Lagenhagen und Greven (Nordrhein-Westfalen) transportierten gerade Patienten, die Rettungshubschrauber aus Hannover und Bielefeld waren nicht einsatzbereit. Die Schwerverletzten wurden längere Zeit am Unfallort von medizinischen Teams behandelt und danach mit Notarztwagen nach Hameln und Bad Pyrmont transportiert. Feuerwehrmann Daniel Hundertmark hatte zuvor extra eine Blutprobe mit Blaulicht und Sirene in ein Klinik-Labor gebracht. So war es möglich, frühzeitig die Blutgruppe des Opfers zu bestimmen. Noch vor Eintreffen des Rettungswagens konnten die dringend benötigten Blutkonserven in den Schockraum der Notaufnahme gebracht werden. Polizisten aus Hameln und Bad Pyrmont suchten auf dem Asphalt nach Spuren. Feuerwehrleute leuchteten den Unfallort aus.



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