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31-Jähriger Pole wird Opfer einer Gewalttat

Hameln-Tourist bewusstlos geschlagen

Hameln. Ein Tourist aus Polen ist in Hameln Opfer einer Gewalttat geworden. Der 31-Jährige zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Die Tat ereignete sich bereits am späten Abend des 12. Dezembers. Sie wurde allerdings erst einige Tage später angezeigt.

veröffentlicht am 22.12.2015 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

Aufgrund seiner Kopfverletzungen kann sich das Opfer nicht mehr daran
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Das Opfer war zunächst stundenlang bewusstlos, es lag längere Zeit im Krankenhaus, musste zeitweise auf einer Überwachungsstation behandelt werden. Erst gestern konnte der Mann von Ermittlern des für Mord, Totschlag und Körperverletzungsdelikte zuständigen Kommissariat 1 vernommen werden. Immer noch leidet der Attackierte unter einer Amnesie. „Er hat Erinnerungslücken - zumindest, was den Tatablauf angeht“, erklärt Oberkommissar Jens Petersen. Auch sei derzeit noch unbekannt, wo genau der Tatort war. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass die Täter im Bereich der Emmernstraße zugeschlagen haben. Das Motiv ist unbekannt. Das macht die Einordnung des Falles auch so schwer: Derzeit wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Möglich, dass später ein Verfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet wird.

Die Hamelner Polizei sucht dringend Zeugen, die Angaben zu der Gewalttat und zu der Tätergruppe machen können. Hinweise werden rund um die Uhr unter 05151/933222 entgegengenommen.

Der Tourist hatte an dem Samstag gemeinsam mit Bekannten das Restaurant „Mexcal“ an der Osterstraße besucht. Er verließ das Lokal als erster, ging in Richtung Bäckerstraße, bog vor dem Hochzeitshaus nach rechts in Richtung Emmernstraße ab. Kurz nach 23 Uhr hatte er den zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossenen Weihnachtsmarkt hinter sich gelassen. Plötzlich traf er auf eine Gruppe Männer, die türkisch oder arabisch sprachen. „Eine Person hat den 31-Jährigen in einer für ihn nicht verständlichen Sprache angesprochen. Ein Mann ging auf den polnischen Staatsbürger zu, fasste ihn an der Jacke an und schlug ihn mit der Faust an den Kopf“, schildert Petersen das, was das Opfer ausgesagt hat. Mindestens zwei weitere Männer sollen den Attackierten festgehalten haben. Der Verletzte sackte bewusstlos zu Boden und kam erst am nächsten Morgen in der Klinik wieder zu sich. Die Täter hatten ihm eine schwere Kopfverletzung zugefügt.

Von den Gesuchten gibt es Personenbeschreibungen: Sie sind zwischen 25 und 30 Jahre alt und zirka 1,80 Meter groß und haben laut Polizei „ein südländisches Erscheinungsbild“. Zwei Angreifer sollen einen Drei-Tage-Bart haben. Alle Personen waren dunkel gekleidet, ein Mann trug eine Schirmmütze (Basecap).

Da dem Schwerverletzten nichts gestohlen wurde, gehen die Ermittler derzeit nicht von einem Raubdelikt aus. Die Tat gibt Rätsel auf.



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