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Beamte wegen Ruhestörung alarmiert

Hamelner würgt Polizisten

HAMELN. Gewalt gegen Polizeibeamte – das ist mittlerweile leider beinahe alltäglich geworden. Am Sonntagabend gab es wieder einen Vorfall. Es ging um eine Ruhestörung. Nachdem die Beamten den Verursacher mehrfach vergeblich aufgefordert hatten, die Musik leiser zu stellen, griff der 33-Jährige einen Polizisten unvermittelt an.

veröffentlicht am 09.04.2018 um 18:07 Uhr

Foto: pixabay
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Polizisten werden bespuckt, getreten, geschlagen, mit Steinen beworfen oder mit Reizgas besprüht (wir berichteten). In diesem Jahr wurden bereits zahlreiche Beamte Opfer von Attacken. Allein im März zogen sich neun heimische Ordnungshüter Verletzungen zu. Am Sonntagabend gab es wieder einen Vorfall. Eine Streifenwagen-Besatzung war gegen 21.35 Uhr zum einem Mehrfamilienhaus an der Deisterstraße gerufen worden – es ging um eine Ruhestörung. Nachdem die Beamten den Verursacher mehrfach vergeblich aufgefordert hatten, die Musik leiser zu stellen, griff der 33-Jährige einen Polizisten unvermittelt an, legte seine Hand an den Hals des Beamten und würgte ihn“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Den Uniformierten sei es gelungen, den Angreifer zu Boden zu bringen und ihn in Gewahrsam zu nehmen, hieß es. Die Polizisten setzten offenbar zu ihrer Verteidigung Pfefferspray ein. Der Täter habe sich eine leichte Augenreizung zugezogen, teilte die Sprecherin mit. Er habe seine Augen wenig später ausspülen können. Der Kommissar (26) sei unverletzt geblieben. Da der Gewalttäter „eindeutig unter dem Einfluss von Alkohol und vermutlich auch Betäubungsmitteln stand“, blieb er zum Ausnüchtern erst einmal in einer Zelle.



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