weather-image
Kleinkind aus blockiertem Fahrstuhl befreit / Mann mehr als eine Stunde in Zugtoilette eingesperrt

Hamelner sitzen fest

Hameln. Schock in der S-Bahn für einen Hamelner: Der junge Mann war auf der Fahrt nach Paderborn in einer Toilette eingesperrt. Retter mussten ihn befreien. Auch auf dem Hamelner Bahnhof waren zwei Personen in einer unangenehmen Lage. Sie steckten im Fahrstuhl fest – bis Hamelner Feuerwehrleute sie herausholten. Ansonsten war das Weihnachtsfest 2015 für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Hameln – im Gegensatz zum ärztlichen Notdienst – weitgehend ruhig

veröffentlicht am 28.12.2015 um 09:29 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

270_008_7294844_lkbm209_1004_blaulicht_polizei_netz.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Zu tun gab es für die Einsatzkräfte zwar schon das eine oder andere, aber das Feuer am Kuckuck war der weitaus größte Einsatz. Kaum Familienstreitigkeiten, einige Schlägereien, kaum Unfälle und auch einige Einbrüche – aus Sicht der Polizei ein Einsatzgeschehen wie an anderen Wochenenden. „Das waren für uns relativ ruhige Feiertage. Wir hatten schon ganz andere Weihnachten“, sagt Polizeioberkommissar Guido Krosta.
 Unbekannte Täter stiegen am ersten Feiertag durch ein Kellerfenster in ein Mehrfamilienhaus an der Domeierstraße ein. Im Haus brachen die Einbrecher Eingangstüren auf, gelangten in drei Wohnungen, die sie nach Beute durchsuchten. Was die Kriminellen für Beute machen konnten, ist noch nicht bekannt. Einige Wohnungsinhaber sollen verreist sein und konnten daher noch nicht befragt werden, heißt es von der Polizei. Streifenpolizisten stoppten am Sonntagmorgen auf der Wehrberger Straße einen alkoholisierten Autofahrer. Der Hamelner musste pusten. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,0 Promille.
 Am späten Dienstagabend fuhr ein 28-Jähriger aus Hameln mit der S-Bahn von Hameln nach Paderborn. Kurz nach der Abfahrt ging der Mann auf die Zugtoilette. Dort sollte er die nächsten 80 Minuten nicht wieder herauskommen. Unfreiwillig, denn als der Reisende in Höhe Emmerthal die verriegelte Toilettentür öffnen wollte, saß er fest. Auch mit Unterstützung des Zugpersonals gelang es nicht, die Schiebetür zu entriegeln. Erst in Paderborn befreiten Feuerwehrleuten den Hamelner aus der misslichen Situation.
  „Abgesehen vom Brand am Kuckuck war es bei uns ruhig“, sagt auch Hauptbrandmeister Karl-Friedrich Coerdt. Während Heiligabend die Weihnachtsgottesdienste gefeiert wurden, befreiten Feuerwehrleute am Bahnhof eine Person und ein Kleinkind aus einem stecken gebliebenen Fahrstuhl.
 Sonntagmittag wurden die Brandschützer zu einem Einsatz in der Karlstraße alarmiert. Ein Anwohner hatte gegen 12 Uhr das Piepen eines Rauchmelders in seiner Nachbarschaft gemeldet. Gebrannt hatte nur ein Teelicht in einem Gefäß. Aufsteigender Rauch hatte den Melder aktiviert.
 „Wir wurden regelrecht überlaufen“, sagt dagegen Reinhold Klostermann, Koordinator beim ärztlichen Notdienst. Über 350 Patienten suchten über die verlängerten Feiertage die Ärzte in der Praxis an der Südstraße auf. „Wir hatten zwar keine Grippewelle, aber sonst fast alles“, so Klostermann. Patienten kamen mit Atemwegserkrankungen oder Hals- und Ohrenschmerzen. Einige haben sich Medikamente verschreiben lassen, so der Koordinator.
 Im Sana-Klinikum sei es fast wie an einem normalen Wochenende gewesen, sagt Krankenschwester Gaby aus der Ambulanz. Einigen Patienten hätten über Bauch- und Gallenbeschwerden geklagt, so die Sana-Mitarbeiterin. Auch mit der Wundversorgung nach Schlägereien haben die Mediziner in der Klinik zu tun gehabt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt