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Fahnder stoppen Auto auf Hastenbecker Landstraße / Mann in Klinik eingewiesen

Hamelner dreht durch – Polizisten überwältigen ihn

HAMELN. Ein offenbar psychisch kranker Mann hat am Montag stundenlang die Hamelner Polizei auf Trab gehalten. Der 39-Jährige soll am Nachmittag diverse Straftaten und Ordnungswidrigkeiten begangen haben. Am Ende wurde der mit einem Einhandmesser bewaffnete Tatverdächtige auf der Hastenbecker Landstraße von Einsatzbeamten aus einem Auto gezogen, überwältigt und in Gewahrsam genommen.

veröffentlicht am 23.10.2018 um 15:42 Uhr

Ulrich Behmann

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Ein Arzt wies den Hamelner aufgrund seines auffälligen Verhaltens wenig später in eine Klinik ein. Der Verdächtige sei noch niemals zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking Kutschera.

Alles fing relativ harmlos an: Gegen 14.30 Uhr zertrümmerte der Mann in einem Restaurant am Bahnhofsplatz eine Öllampe. Als er das Lokal verließ, trat er gegen die Eingangstür, die dadurch beschädigt wurde. Der zunächst unbekannte Mann suchte noch vor Eintreffen der telefonisch verständigten Polizei das Weite. Ein Mitarbeiter (37) gab den Beamten eine Täterbeschreibung. Diese habe später zur Identifizierung des Mannes geführt, sagte die Sprecherin. Bevor der Mann aufgespürt werden konnte, soll er noch mehrere Straftaten verübt haben. Um 15.37 Uhr teilte ein 25 Jahre alter VW-Fahrer der Polizei mit, dass er die Leipziger Straße in Afferde befahren habe, als plötzlich ein Ford-Fahrer sein Auto in den Gegenverkehr gelenkt habe. Der Mann sei direkt auf seinen VW zugefahren. Etwa einen Meter vor dem VW habe der Fahrer zunächst angehalten, nach kurzer Zeit jedoch den ersten Gang eingelegt. Der Ford-Fahrer sei mit Absicht gegen seinen VW gefahren und habe ihn zurückgeschoben, bis die Einfahrt zu einem Grundstück frei gewesen sei. Der Ford-Fahrer bog ab und stellte seinen Wagen dort ab. Dann sei der Mann ausgestiegen und in Richtung eines Mehrfamilienhauses an der Leipziger Straße gegangen, wo er Steine gegen die Fassade geworfen habe.

Die Leitstelle schickte einen Streifenwagen zum Unfallort. Der Geschädigte berichtete, der aggressive Mann habe das Gebäude nach kurzer Zeit wieder verlassen und sei mit seinem Ford davongefahren.

Während der Unfallaufnahme fahndeten mehrere Polizeistreifen nach dem Flüchtigen. Der Ford wurde wenig später auf der Hastenbecker Landstraße entdeckt und gestoppt. Polizisten forderten den Hamelner mehrmals auf, den Motor abzustellen. Die Anweisungen habe er ignoriert, stattdessen mit einer Hand in eine Jackentasche gegriffen. Für die Kollegen sah es so aus, als wolle er einen Gegenstand herausziehen, schildert Stephanie Heineking-Kutschera die Situation. „Aufgrund dieser Handlung wurde er von den Kollegen mit einfacher körperlicher Gewalt aus seinem Wagen geholt, in Gewahrsam genommen und gefesselt zur Wache gebracht.“ Bei der Durchsuchung habe man in einer Jackentasche ein Einhandmesser gefunden.

Weitere Nachforschungen an der Leipziger Straße ergaben, dass der 39-Jährige in dem Wohnhaus eine weitere Straftaten begangen haben soll. „Er schubste einen 75 Jahre alten Mieter und trat gegen dessen Türklingel, wodurch diese beschädigt wurde. Der Senior wurde zum Glück nicht verletzt“, berichtet die Oberkommissarin.

Gegen den Hamelner wurden Strafverfahren wegen Sachbeschädigung in mehreren Fällen, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet. Sein Führerschein wurde sichergestellt. „Das Mitführen eines Einhandmessers stellt zudem eine Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz dar.“



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