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Haftstrafe nach Messerattacke auf Schwangere

HAMELN. Im Prozess um neun Straftaten, darunter die brutale Messerattacke am 13. August auf eine Schwangere in Rohrsen, hat die Vorsitzende Richterin des Schöffengerichts Hameln, Sara Kiesel, am Donnerstagnachmittag um 15 Uhr das Urteil verkündet. Agron F. (23) muss drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 15:11 Uhr

Vor dem Prozess im Amtsgericht Hameln: Opfer Anna M. (30) spricht mit Nebenklage-Anwalt Roman von Alvensleben. Die mehrfache Mutter war im August 2018 dem Tod sehr nahe - sie leidet noch heute unter der Messerattacke, muss psychotherapeutisch behande
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Staatsanwalt Dr. Karim Jouran hatte zuvor drei Jahre und sechs Monate, Strafverteidigerin Susanne Frangenberg zwei Jahre und sieben Monate Haft beantragt.

Opfer-Anwalt Roman von Alvensleben war damit alles andere als zufrieden - er hatte bereits zum zweiten Mal die Zuständigkeit des Schöffengerichts gerügt und beantragt, das Verfahren von einer Großen Strafkammer am Landgericht Hannover führen zu lassen, weil die Strafgewalt des Amtsgerichts (maximal vier Jahre) angesichts der vielen, teils schweren angeklagten Taten, darunter drei gefährliche und zwei einfache Körperverletzungen, seiner Ansicht nach nicht ausreichend sei. Gefährliche Körperverletzung kann mit sechs Monaten bis zehn Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Sein Antrag wurde vom Schöffengericht abgelehnt. Es sieht seine „sachliche Zuständigkeit als gegeben“ an.

Das Gericht hatte zuvor einen forensischen Gutachter gehört. Bereits am ersten Prozesstag hatten sich Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft auf einen Strafmaß geeinigt, das zwischen 2,5 und 3,5 Jahren liegen sollte. Der Psychiater hält den Angeklagten, dessen Bundeszentralregisterauszug zwölf Einträge aufweist, für nicht vermindert schuldfähig. Einen Anlass, ihn ihn ob seines Cannabis-Konsums in eine Entziehungsanstalt einzuweisen, sieht Dr. Bellin auch nicht.



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