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Feuer von selbst erloschen

Haben Steckdosen Kiosk-Feuer entfacht?

HAMELN. Die Feuerwehr rückte am frühen Montagmorgen zu einem Einsatz an der Papenstraße aus. In einem neben der Elisabeth-Selbert-Schule stehenden Kiosk war ein Brand ausgebrochen. Ein Kiosk-Mitarbeiter hatte das Feuer gegen 7.15 Uhr entdeckt. Als der Mann die Tür aufschloss, schlugen ihm Rauchschwaden entgegen. Der Angestellte rief nach der Feuerwehr.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 06:50 Uhr
aktualisiert am 04.02.2019 um 14:49 Uhr

Die Feuerwehr trug Brandschutt aus dem Kiosk. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Schwarze Rußpartikel haben sich überall in dem kleinen Raum abgesetzt. An den Wänden, auf Getränkeflaschen und den Verpackungen von Süßigkeiten – alles ist verschmutzt. In einem Kiosk an der Papenstraße hat es Montag gebrannt. Offenbar blieb das Feuer im direkt an der Elisabeth-Selbert-Schule stehenden Verkaufshäuschen längere Zeit unbemerkt – und erlosch dann von selbst.

Entdeckt wurde der Brand gegen 7.15 Uhr. Ein Kiosk-Mitarbeiter öffnete zu der Zeit die Eingangstür des massiv gemauerten Gebäudes. In dem Moment schlugen dem Mann Rauchschwaden entgegen. Der Angestellte soll die Tür wieder zugeschmissen und die Feuerwehr gerufen haben. Ein mit schwerem Atemschutz ausgerüsteter Trupp begab sich in den verrauchten Verkaufsraum. Offene Flammen konnten die Einsatzkräfte nicht feststellen. Gebrannt hatte es auch nicht mehr. Das Feuer muss von selbst erloschen sein. Die Feuerwehr konnte nicht ausschließen, dass der Brand bereits in der Nacht ausgebrochen war.

Einsatzleiter Eugen Steiger vermutete, dass das Feuer aufgrund fehlenden Sauerstoffs erlosch. „Es gibt nur einen Zugang durch die Eingangstür. Und diese hat eine eingebaute Dichtung, wodurch kaum Sauerstoff in den Raum gelangte“, sagte der Brandamtmann. Der Kiosk-Angestellte wurden von Notfallsanitätern versorgt. Vorsorglich wurde der 52-Jährige mit einem Rettungswagen zur Untersuchung in das Sana-Klinikum gefahren. Es war nicht ausgeschlossen, dass er beim Öffnen der Tür giftige Brandgase eingeatmet hatte. Feuerwehrkräfte holten nach und nach angebranntes Inventar aus dem Kiosk, legten Kleinmöbel und eine Kaffeemaschine vor das Häuschen. Eine Messung mit einer Wärmebildkamera brachte ihnen die Erkenntnis, dass keine Glutnester mehr am Brandort schwelten.

Nach Polizeiangaben kann der Brand in einem Bereich des Kiosks ausgebrochen sein, an dem mehrere miteinander verbundene Mehrfachfachsteckdosen gefunden wurden. Zu einem Gebäudeschaden sei es nicht gekommen, teilte Inspektionssprecherin Stephanie Heineking-Kutschera mit.



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