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Flammen greifen auf Scheune über / Feuerwehr kühlt Gastank

Großfeuer zerstört Fachwerkhaus in Gellersen

Gellersen. Nächtliches Großfeuer in Gellersen – der Brand ist am Mittwoch kurz nach Mitternacht ausgebrochen und hat ein großes Fachwerkhaus an der Kirschenstraße (Hauptstraße) völlig zerstört. Die Hausbewohner konnten sich nach Angaben der Kreisfeuerwehr rechtzeitig in Sicherheit bringen.

veröffentlicht am 01.06.2016 um 03:15 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Fei
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der erste Notruf ging am Mittwoch um 0.14 Uhr bei der Regionalleitstelle an in Hameln ein: „An der Kirschenstraße in Gellersen brennt ein Dachstuhl“, meldete ein Nachbar. Es war ein Großfeuer, das innerhalb kürzester Zeit immensen Schaden angerichtet hat. Ein Fachwerkhaus wurde komplett zerstört. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus, sie griffen über einen Verbindungstrakt auf eine Scheune über. Auf mindestens 200 000 Euro schätzt die Hamelner Polizei den Schaden. Die Ruine ist von Ermittlern der Tatort-Gruppe beschlagnahmt worden, die Brandursache unbekannt.
Die Hausbewohner konnten sich leicht verletzt ins Freie retten. Sie waren rechtzeitig von einem Rauchmelder gewarnt worden. Ein Mann (46) habe sich Brandwunden zugezogen, seine Lebensgefährtin (31) habe sich möglicherweise eine Rauchgasvergiftung zugezogen, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Nach Erkenntnissen der Polizei sind die Hausbewohner noch vor Eintreffen der Rettungskräfte ins Krankenhaus gefahren. Unklar ist, warum die Bewohner nicht die Feuerwehr angerufen haben. Standen sie unter Schock? Hatten sie kein Netz?
Als die ersten Feuerwehrleute den Brandort erreichten, stand der Dachstuhl bereits lichterloh in Flammen. Er stürzte alsbald ein. Nur die verkohlten Balken des Giebels ragten qualmend in den Nachthimmel. Eine riesige Rauchsäule stand über dem Haus. Sonderbar: Der Strom war nicht ausgefallen. In einigen Zimmern brannte noch Licht. Freiwillige schützten Nachbargebäude, kühlten einen Gastank. Von Anfang an stand fest: Das Fachwerkhaus ist nicht zu retten. Das Feuer im Dach der Scheune konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Feuerwehr-Gesamteinsatzleiter Jörg Pyka ließ sofort den Wasserdruck erhöhen, forderte alle verfügbaren Tanklöschfahrzeuge der Gemeinden Aerzen und Emmerthal an. „Wir konnten die erste Etage nicht mehr betreten“, erklärt Pyka. Die Drehleiter der Feuerwehr Hameln erwies gute Dienste: Aus luftiger Höhe konnten die Freiwilligen gezielt Brandnester bekämpfen. Zum Einsatz kam ein Wasserwerfer, der am Korb des Spezialfahrzeugs montiert worden war. Die Hamelner brachten Leinen am Giebel ein, sodass das Balkengerippe eingerissen werden konnte. Gegen 3.30 Uhr wurde THW-Fachberater Tobias Tasler angefordert. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Pyka wollte geklärt wissen, ob das Technische Hilfswerk mit schwerem Gerät eine Öffnung in den hinteren Teil des einsturzgefährdeten Gebäudes schlagen kann. Ein THW-Einsatz war aber nicht erforderlich, weil Feuerwehrleute zwischenzeitlich ein Loch in die Außenwand schlagen konnten.
Bis Mittwochmittag hielten Feuerwehrleute Brandwache. Neben Polizisten und DRK-Helfern waren mehr als 220 Feuerwehrleute im Löscheinsatz.

Feuer Gellersen
  • Ein Bild der Zerstörung – so sieht es jetzt im Haus aus. Foto: ube


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