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70 Feuerwehrleute bekämpfen Wohnungsbrand in Ottenstein / Haus unbewohnbar

Großeinsatz im Morgengrauen

Ottenstein.70 Feuerwehrleute waren am frühen Mittwochmorgen im Einsatz, um einen Wohnungsbrand in der Breiten Straße in Ottenstein zu bekämpfen. Obwohl die Brandschützer schnell vor Ort waren und das Feuer löschten, konnten sie nicht verhindern, dass das Haus nun vorerst als unbewohnbar gilt.

veröffentlicht am 06.04.2016 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Sirenenalarm hat gestern um 6.23 Uhr die Bürger aufgeschreckt, zugleich die Feuerwehren Ottenstein, Hehlen, Lichtenhagen und Vahlbruch zum Einsatz gerufen. Gemeldet wurde ein Wohnungsbrand in der Breiten Straße in Ottenstein. Als die ersten Einsatzkräfte an der angegebenen Adresse eintrafen, war bereits Rauch unter den Dachpfannen der ehemaligen Revierförsterei zu sehen. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte zum Brandort im Gebäudeinneren vor.

Weitere Brandschützer verlegten Schlauchleitungen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Wie sich schnell herausstellte, brannte die Treppe, die vom Erdgeschoss zum Obergeschoss führt. Zugleich wurde nach der Hauseigentümerin gesucht. Hier stellte sich aber heraus, dass die 46-jährige Frau sich bereits seit geraumer Zeit in einem Krankenhausaufendhalt befindet und somit nicht zu Hause war. Entdeckt wurde die ungewöhnliche Rauchentwicklung von einer Nachbarin, die daraufhin über den Notruf die Feuerwehr informierte. Trotz des schnellen Eingreifens konnten die insgesamt 70 Einsatzkräfte der vier Ortsfeuerwehren mit zehn Feuerwehrfahrzeugen unter der Einsatzleitung des Ottensteiner Ortsbrandmeisters Kai-Tobias Schäfer nicht verhindern, dass das gesamte Wohnhaus durch den Qualm in Mitleidenschaft gezogen wurde und derzeit als nicht mehr bewohnbar gilt. Zudem brannte der Treppenbereich vollständig aus. Auch die massive Holztreppe zum Obergeschoss wurde ein Raub der Flammen.

Mithilfe einer Wärmebildkamera wurden die brandbetroffenen Bereiche des Fachwerkhauses auf Glutnester abgesucht, um eine verdeckte Brandausweitung im Gebäude auszuschließen. Die Brandursache ist noch unklar. Untersuchungen durch besonders ausgebildete Brandermittler sollen in den nächsten Tagen aufgenommen werden. Sieben Kaninchen, die in dem Wohnhaus gehalten wurden, blieben vermutlich unverletzt. Ein Bekannter hatte die Versorgung der Tiere übernommen und war letztmalig am Vortag in der Wohnung. Dort war ihm nach eigenen Angaben jedoch nichts Besonderes aufgefallen. Der Feuerwehreinsatz zog sich bis in die Vormittagsstunden hin, bis die letzten Einsatzkräfte den Brandort verlassen konnten. Zur Eigensicherung der eingesetzten Kräfte war vorsorglich auch ein Rettungswagen (Intensiv-Mobil) vor Ort. Über die Höhe der entstandenen Schäden am und im Haus konnten derzeit noch keine genaueren Angaben gemacht werden. Es ist aber davon auszugehen, dass das gesamte Wohnhaus komplett saniert werden muss und somit der Schaden sich auf mehrere 10 000 Euro belaufen wird.gl

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  • Der Treppenbereich ist schwer beschädigt worden.


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