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Feuerwehr löscht Feuer an Morgensternstraße

Großbrand zerstört Wohnhaus

HAMELN. Ein Großaufgebot der Feuerwehr löschte in der Nacht auf Montag ein Feuer in einem Einfamilienhaus an der Morgensternstraße. Innerhalb weniger Minuten hatten sich Flammen vom Erdgeschoss in einem Flur bis unter das Dach ausgebreitet. Ein Frau und ein Mann wurden von Rettungskräften zur Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 01:23 Uhr
aktualisiert am 05.03.2018 um 17:51 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Die Flammen verbreiteten sich rasend schnell. Innerhalb von nur wenigen Minuten stand in der Nacht auf Montag ein Wohnhaus an der Morgensternstraße in Vollbrand. Die Bewohnerin und ein Besucher hatten sich rechtzeitig durch eine Terrassentür in Sicherheit bringen können. In kürzester Zeit verlor eine 76 Jahre alte Frau ihr gesamtes Hab und Gut. Auch das Haus ist nicht mehr bewohnbar.

Als kurz nach Mitternacht erste Feuerwehrkräfte eintrafen, hatte sich das Feuer bereits durch das Treppenhaus bis ins Obergeschoss ausgebreitet. Durch die Verglasung der Haustür war glutroter Feuerschein zu sehen. Löschtrupps brachen die Tür auf.

Doch Einsatzleiter Sven Hildebrandt ließ sicherheitshalber zunächst keinen seiner Kollegen ins Gebäude. Im engen Flur brannte eine Holztreppe bereits lichterloh. Dunkler Rauch kündigte an, dass das Feuer jeden Moment durchzünden konnte. Es ist gefährlicher Moment für die Feuerwehrleute, wenn sich das Gasgemisch bei Temperaturen von über 1000 Grad Celsius explosionsartig entzündet.

Wenig später zerplatzten Fensterscheiben, schlugen Flammen durch die Dachziegel. Im Nu stand das gesamte Gebäude in Flammen. Mehrere mit schwerem Atemschutz ausgestattete Löschtrupps spritzten Wasser durch die Fenster. Von einem Anbau aus stiegen sechs Feuerwehrleute in geduckter Haltung in die rund 800 Grad heißen Räume, löschten Möbel und Holzverkleidungen.

Auch Bernhard Mandla und Christian Grillemeier kämpften sich durch dichten Rauch in eines der Zimmer vor. Brennende Teile von einer Decke und auch Dachpfannen stürzten herunter, trafen die Feuerwehrleute. „Da ist uns schon einiges auf den Helm gefallen. Auf denen werden sicher ein Paar Dellen sein“, erzählte Mandla nach dem Löschangriff. Nach 40 Minuten Einsatzzeit waren die erfahrenen Feuerwehrleute erschöpft und wurden abgelöst.

Mehr als 20 Lösch- und Einsatzfahrzeuge fuhren an der Morgensternstraße vor. Mehrere Züge der Freiwilligen Feuerwehr wurden alarmiert, auch bei Feuerwehrleuten aus Afferde, Holtensen und Halvestorf piepten die Meldeempfänger um kurz nach Mitternacht. Längere Zeit über bestand die Gefahr, dass das Feuer auf ein angrenzendes Wohnhaus übergreifen konnte. Die Feuerwehr baute eine Riegelstellung auf, hielt Strahlrohre in Richtung des Nachbarhauses. Gegen 2 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen.

Der 83-Jährige Besucher hatte kurz nach Mitternacht bemerkt, dass der Strom ausgefallen war, berichtete ein Polizeibeamter. Als der Mann nach dem Rechten schaute, sah er, wie eine Holzvertäfelung neben einem Zählerkasten brannte und rief nach der Feuerweh. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. „Noch ist die Brandursache unbekannt“, sagte Polizeisprecher Andreas Appel. Am Montag suchten Brandursachenermittler des 1. Fachkommissariats im Haus nach Spuren. Die Hauseigentümerin blieb zunächst zur ärztlichen Beobachtung im Krankenhaus. Der Mann konnte die Klinik inzwischen verlassen. Polizeiangaben nach soll die 76-Jährige bei Verwandten unterkommen.



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