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Großbrand im ehemaligen Kraftwerk Veltheim

WESERBERGLAND. Ein Feuer auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohle-Kraftwerks Veltheim in Porta Westfalica hat die Löschkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht – die Feuerwehr dagegen musste sich nach dem Einsturz eines Gebäudes zunächst von dem Brandherd zurückziehen, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochabend mitteilte.

veröffentlicht am 10.07.2019 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 11.07.2019 um 11:30 Uhr

Bei dem Großbrand nahe der Grenze Nordrhein-Westfalens zu Niedersachsen bildete sich eine weithin sichtbare Rauchwolke, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochabend sagte. Die Einsatzkräfte führten demnach auch Schadstoffmessungen in der Luft durch. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

Wie der Sprecher erklärte, brach der Brand aus ungeklärter Ursache im Bereich der ehemaligen Rauchgasentschwefelungsanlage des Werks aus, mit deren Abbruch eine Abrissfirma den Angaben zufolge erst am selben Tag begonnen hatte. Der Turm dieser Anlage habe bei Eintreffen der Feuerwehr vollständig in Brand gestanden – als die Feuerwehr diesen Brandort besichtigte, sei sie vom Zusammensturz eines daneben liegenden Gebäudes überrascht worden.

„Die Abbruchfirma teilte mit, dass tragende Gebäudeteile bereits entfernt worden seien“, sagte der Sprecher. „Das Gelände liegt voller Trümmerteile, hier gilt es auch, die Einsatzkräfte nicht in Gefahr zu bringen.“ Die Löschkräfte warteten auf den Zusammenbruch weiterer Gebäudeteile, erklärte er: „Erst danach werden wir wieder Löschmaßnahmen vornehmen.“ 

Seit März 2015 wird in dem ehemaligen Kraftwerk kein Strom mehr geliefert. Zeitweise beherbergeten die Bürogebäude Flüchtlinge, am 1. Februar 2018 wurde das Gelände verkauft. Neuer Besitzer ist die HoKo Verwaltungs GmbH in Soest.

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Foto: privat

dpa



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