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Großbrand im Auetal: Scheune und Wohnhaus in Flammen

Bernsen. In Bernsen im Auetal ist in der Nacht zum Dienstag ein Großfeuer ausgebrochen, durch das eine Scheune zerstört und ein Wohnhaus schwer beschädigt worden ist. Das Feuer war gegen 1.45 Uhr von einem Lkw-Fahrer entdeckt worden. Durch den starken Wind wurden die Flammen eines brennenden Autos gegen die Scheune gedrückt und griffen auch auf das Wohnhaus über.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 06:14 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

In Bernsen stehen eine Scheune und anliegende Gebäudeteile in Flammen.
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite

Die Scheune brannte völlig aus und ist jetzt vom Einsturz bedroht. Auch im angrenzenden Wohnhaus stürzten die Decken durch den Dachstuhlbrand ein.

Beim Auetaler Zug West ging um 1.48 Uhr die Meldung „Pkw-Brand“ in Bernsen, Bernser Straße 7a ein und in Rolfshagen dröhnten die Sirenen. Schon wenige Minuten später waren die Einsatzkräfte aus Bernsen, Rolfshagen und Kathrinhagen vor Ort. Schnell stellten die Feuerwehrleute fest, dass sie weitere Unterstützung benötigten, denn die Flammen hatten sich schon auf die Scheune ausgeweitet. Aus Rehren-Westerwald und Hattendorf rückten die Ortswehren an. In erster Linie sollte das Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindert werden, doch der Wind war stärker und nicht viel später schlugen aus dem Dachstuhl des Wohngebäudes die ersten Flammen. Einsatzleiter und Gemeindebrandmeister Michael Möller forderte die Drehleitern aus Rinteln und Bückeburg an, um den Brand von oben bekämpfen zu können. Probleme gab es mit der Wasserversorgung. „Die Drehleitern benötigen viel Wasser, da mit dem Strahl auch die Dachziegel gelöst werden“, erklärte der Pressesprecher der Auetaler Feuerwehren, Andreas Watermann. Die Hydranten und das öffentliche Wassernetz waren schnell überlastet. Es wurde zusätzlich Löschwasser aus der Beeke entnommen, die zurzeit viel Wasser führt. „Zum Glück“, so Watermann.

Die Hauseigentümer, die durch das Feuer aus dem Schlaf gerissen wurden, hatten das Gebäude unverletzt und rechtzeitig verlassen und wurden von Nachbarn betreut und versorgt. Ein Rintelner Feuerwehrmann, der unter schwerem Atemschutz von der Drehleiter aus Löscharbeiten durchgeführt hatte, erlitt durch die Anstrengung eine Kreislaufschwäche und musste vom Rettungsdienst betreut werden. Er erholte sich aber schnell.

Die Landesstraße 443 war bis zum späten Vormittag zwischen Bernser Landwehr und der Abzweigung zum Deckberger Pass voll gesperrt.

Rund 100 Feuerwehrleute, zehn Auetaler Fahrzeuge, drei aus Rinteln und vier aus Bückeburg waren bei dem Großbrand im Einsatz. Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Kaffee und Brötchen.

Am Morgen war ein Brandexperte der Rintelner Polizei vor Ort. Er stellte fest, dass der Pkw-Brand vermutlich durch einen technischen Defekt im Motorraum oder im Armaturenbrett entstanden ist.

Die einsturzgefährdete Scheune muss wohl abgerissen werden. Was mit dem Wohnhaus geschieht, in dem schon die Decken eingebrochen sind, wird noch entschieden. Die Feuerwehrleute haben am Dienstagmorgen einige persönliche Papiere der Hausbewohner aus der Brandruine geholt, das weitere Hab und Gut ist wohl gänzlich verloren.



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