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Feuerwehr löscht Brand im Kellergeschoss

Großalarm! Feuer im Sana-Klinikum

HAMELN. Großalarm in Hameln. Stundenlang heulten die Martinshörner durch die Stadt. Feuerwehr- und Rettungskräfte machten sich auf den Weg. Ihr Ziel: das Sana-Klinikum. Dort ist es am Samstagabend zu einem Brand im Kellergeschoss gekommen.

veröffentlicht am 14.08.2021 um 21:37 Uhr
aktualisiert am 15.08.2021 um 15:23 Uhr

Maximilian Wehner 2

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Reporter / Producer zur Autorenseite

Nach Informationen des Sana-Klinikums und der Feuerwehr hat es in der medizinischen Produktaufbereitung – dem sogenannten „Steri“ – in einer Zwischendecke gebrannt. Am Samstagabend gegen 20.10 Uhr löste daher die Brandmeldeanlage im Sana-Klinikum aus. 130 Feuerwehr- und Rettungskräfte machten sich am Abend auf den Weg in Richtung Krankenhaus. Als kurze Zeit später die ersten Einsatzkräfte am Sana-Klinikum eintrafen, war schnell klar, dass es im Kellergeschoss zu einem Brand gekommen war. Schläuche wurden ausgerollte, das wasserführende Hilfeleistungslöschfahrzeug angezapft. Vor dem Krankenhaus roch es verbrannt. Unterdessen gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude. Dort wurde im Kellergeschoss der Brand gelöscht. Gegen 20.55 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Das Feuer war aus.

Doch durch den Brand war beißender Qualm durch einen Materialaufzug in die oberen Stockwerke gezogen. Unter anderem auch in den OP-Bereich, der zu diesem Zeitpunkt, genauso wie alle anderen betroffenen Bereiche, in die der Rauch gezogen war, menschenleer war. Stundenlang wurden diese Bereiche anschließend durch sogenannte Be- und Entlüftungsgeräte vom Rauch befreit. „Flure und Gänge sind aber rauchfrei geblieben“, sagt Peter Höxter, Pressesprecher des Sana-Klinikums. Dies sei auch der Verdienst des Brandschutzes, der in diesem Fall gut funktioniert habe, so Höxter weiter. „Der vorbeugende Brandschutz hat zu 100 Prozent funktioniert“, bestätigt auch Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Markus Weber. Die Brandschutz-Begehungen, die regelmäßig im Sana-Klinikum stattfinden würden, hätten sich bezahlt gemacht.

Daher sei bei dem Brand auch niemand zu Schaden gekommen oder verletzt worden, hieß es. Zu keiner Zeit habe eine Gefahr für die Patienten bestanden, so Höxter. Deshalb habe man sich auch gegen eine Evakuierung entschieden. Die Notaufnahme musste dennoch am Samstagabend abgemeldet werden. Kritische Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser nach Bad Pyrmont, Bad Münder und Hildesheim verlegt, hieß es vor Ort.

Den Schaden, den der Brand im „Steri“ verursacht hat, wolle man am Sonntag genauer begutachten und dann entscheiden, ob dieser weiterhin genutzt werden könne, erklärt Höxter. Sicher ist: Durch die enorme Hitze, die bei dem Brand in der Zwischendecke entstanden ist, ist ein Wasser- oder Heizungsrohr beschädigt worden, wodurch es in dem Bereich zu einem Wasserschaden kam.

Nach einer Besprechung am Sonntag steht fest: Der „Steri“ genauso wie der OP-Bereich müsse zunächst von Fachleuten geprüft werden, ob die Bereiche wieder für den regulären Betrieb zugelassen werden können, erklärt Höxter am Sonntag. Dies werde aber erst am Montag geschehen. Daher habe man für Montag alle geplanten Operationen abgesagt. Das OP-Besteck, das normalerweise im „Steri“ gereinigt wird, werde unterdessen in einem anderen Krankenhaus wieder aufbereitet, hieß es vonseiten des Krankenhauses. Die Notaufnahme hingegen stehe unterdessen wieder für internistische Patienten zur Verfügung. Operationspflichtige Patienten könne man derzeit allerdings nicht aufnehmen. Aber: „Wir finden eine Lösung für jeden Patienten“, so Höxter. Alle weiteren Bereiche des Krankenhauses könnten hingegen weiter in Betrieb bleiben.

Noch am Abend nahm die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach ersten Ermittlungsergebnissen ist davon auszugehen, dass der Brand auf einen technischen Defekt der Spülmaschinen für das OP-Besteck zurückzuführen ist, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Allerdings sei dies lediglich eine erste Vermutung, die Brandermittlungen dauern weiter an.



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