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Gasexplosion in Hamelner Bank

Geldautomaten in die Luft gesprengt

HAMELN. In einer Filiale der Santander Bank an der Bäckerstraße haben bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Donnerstag einen Geldautomaten gesprengt. Der Vorraum, in dem der Automat installiert ist, wurde durch die Explosion verwüstet. Ein Wohnungsloser, der sich im Raum zum Schlafen niedergelassen hatte, blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Zur Höhe der Schäden konnte die Polizei am Donnerstag noch keine Angaben machen.

veröffentlicht am 02.08.2018 um 06:15 Uhr
aktualisiert am 02.08.2018 um 16:47 Uhr

Geldscheine liegen am aufgesprengten Automaten. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Gegen 3 Uhr schepperte es in der Bäckerstraße gewaltig. Mehrere Anwohner riefen bei der Polizei an. Sie meinten, eine Explosion gehört zu haben. Einige Zeugen sahen, wie ein dunkel gekleideter Mann mit einer größeren Umhängetasche zu einem Motorroller oder Motorrad lief. Zwei Männer seien dann mit der Maschine in Richtung Mühlenstraße geflüchtet, berichteten die Zeugen.

Polizisten entdeckten hinter zersplitterten Schaufensterscheiben ein Brennschneidgerät mit angeschlossenen Gasflaschen. Es war nicht ausgeschlossen, dass noch ein explosionsfähiges Gasgemisch durch den Raum zog. Mit speziellen Messgeräten überprüfte ein Feuerwehrtrupp den Tatort. Im Vorraum entdeckten Marcel Dohmen und Michael Wömpener einen auf dem Boden liegenden Mann. Die Feuerwehrleute mussten ihn wecken und nach draußen führen. Der Mann – er hat keinen festen Wohnsitz – hat unwahrscheinliches Glück gehabt; er überstand die Explosion, ohne eine Schramme abbekommen zu haben. Kurios am Rande: Er habe von einen Knall nichts mitbekommen, beteuerte der 50-Jährige.


Der Bankraum war total verwüstet. Deckenleuchten hingen herunter. Einer der Geldautomaten war regelrecht auseinandergerissen. Mehrere Geldscheine, die die Täter nicht zusammengerafft hatten, lagen zwischen den Trümmerteilen. Stahlrahmen der Fenster flogen bis auf die Bäckerstraße.

Offenbar hatten die Täter ein Gasgemisch in den Geldautomaten geleitet und anschließend entzündet. Zurückgelassene orangefarbige Schnüre könnten als Zündschnur verwendet worden sein. Eine groß angelegte Fahndung, an der Streifenwagenbesatzungen aus sechs Landkreisen beteiligt waren, verlief ergebnislos. Die Täter waren da bereits schon über alle Berge. Kriminaltechniker hatten noch in der Nacht ihre Arbeit aufgenommen. In weißen Schutzanzügen suchten die Beamten nach Spuren, nahmen Fingerabdrücke und fotografierten den Tatort. Am Vormittag kreiste ein Polizeihubschrauber über der Stadt. Die Besatzung suchte nach dem Fluchtfahrzeug. Ermittler gehen davon aus, dass die Kriminellen nach der Tat das Fahrzeug wechselten.

Die Unbekannten ließen Gasflaschen am Tatort zurück. Foto: fn
  • Die Unbekannten ließen Gasflaschen am Tatort zurück. Foto: fn


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