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Experten in Chemikalienschutzanzügen im Einsatz

Gefahrgut-Alarm in Ohr

OHR. Großeinsatz der Kreisfeuerwehr am Solarforschungsinstitut in Ohr: Gegen 9 Uhr hatte in einem Gefahrstofflager ein Rauchmelder angeschlagen. Auch Spezialisten des ABC-Dienstes waren vor Ort. Das Gebäude musste evakuiert werden.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 10:08 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Mittwoch, 8.57 Uhr. Sirenen heulen. Kurz danach treffen im Minutentakt Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene am Solarforschungsinstitut in Ohr ein. In einem Gefahrstoff-Lager hat ein Rauchmelder ausgelöst. Das Gebäude ist evakuiert worden. Die Mitarbeiter der Forschungseinrichtung halten sich ganz in der Nähe an einem Sammelpunkt auf – und warten ab, was passiert. Die Lage ist unklar. Haben Bauarbeiter bei einer Bohrung Staub aufgewirbelt? Oder sind gefährliche Gase ausgetreten? Beides ist möglich. Einsatzleiter Kay Leinemann und der Gefahrgutbeauftragte der Kreisfeuerwehr, Frank Wöbbecke, stecken die Köpfe zusammen und beraten das weitere Vorgehen. Die Männer wollen auf Nummer sicher gehen. Das bedeutet: Maximale Vorsicht.

Die Feuerwehren aus Kirchohsen, Ohr, Grohnde und Amelgatzen sowie der in Emmerthal stationierte Gefahrgut-Zug der Kreisfeuerwehr treffen am Forschungsinstitut ein. In Marienau sind zudem Freiwillige des ABC-Zuges gestartet. Zwei Rettungswagen der Schnellen Einsatzgruppe des Roten Kreuzes folgen ihnen. Die Ehrenamtlichen aus Marienau sollen die hauptamtliche Besatzung des DRK-Rettungswagens ablösen.

Bauarbeiter, die am Ohrberghang schuften, und Anwohner fragen sich, was wohl geschehen ist. Zwei Schüler haben die Antwort bereits im Dewezet-Ticker gefunden. Im Dorf verbreitet sich die Nachricht in Windeseile.

4 Bilder
Foto: ube

Der Einsatz läuft auf Hochtouren: Drei Feuerwehrleute legen schweren Atemschutz an. Dann steigen sie in grüne Ganzkörperanzüge, die sie vor Chemikalien schützen. Darin sehen die Freiwilligen aus wie Marsmenschen. Andere Spezialisten bauen derweil schon einmal eine Dekontaminationsstelle auf. Ausgerüstet mit Explosionswarngeräten gehen die drei grünen Männer in das Gebäude. Sie schalten zunächst die Alarmsirene aus, nehmen dann Messungen vor.

Kurz danach steht fest: Giftige Gase sind nicht ausgeströmt. Es gibt keine Leckage. Bauarbeiter, die eine Gasleitung verlegen wollten, haben einige Zeit vor dem Alarm eine Wand durchgebohrt“, erklärt Kay Leinemann. Der Staub hat einen Rauchmelder aktiviert. Die Mitarbeiter der Forschungseinrichtung können wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Oberbrandmeister Michael Ließ, der im Einsatzleitwagen sitzt, schreibt das Abschluss-Protokoll. 14 Fahrzeuge, 42 Frauen und Männer waren im Einsatz.



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