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Neuer Duftstoff im Erdgas zeigt Wirkung

Gaswolke im Mehrfamilienhaus

HAMELN. Eine Hamelnerin hat am Montagabend einen guten Riecher bewiesen. Der Frau war ungewöhnlicher Geruch in einem Mehrfamilienhaus an der Reichestraße aufgefallen. Sie reagierte so, wie es sein soll, und rief nach der Feuerwehr.

veröffentlicht am 08.05.2018 um 17:47 Uhr

Die Feuerwehr bringt einen Lüfter in Stellung. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Mehrere Löschfahrzeuge und Streifenwagen fuhren zur Seitenstraße am Breiten Weg. Bewohner hatten das Wohnhaus verlassen, warteten vor dem Gebäude auf die Einsatzkräfte. Trupps unter schwerem Atemschutz gingen mit Explosionswarngeräten ins Haus und nahmen Messungen vor. Die Sorge der Hamelnerin war nicht unbegründet. Die Experten stellten in der Raumluft eine geringe Konzentration an Erdgas fest. „Aber keine hohen Werte“, sagte Einsatzleiter Christian Voß. Ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch habe man nicht feststellen können, so der Brandoberinspektor.

Auch Messungen eines Mitarbeiters der Stadtwerke fielen positiv aus. Die Feuerwehr brachte einen Hochleistungslüfter in Stellung. Mit dem Gerät wurde Frischluft ins Haus geblasen. Eine in einem Keller installierte Heizung sei außer Betrieb genommen worden, hieß es.

Es sei das erste Mal gewesen, dass die Feuerwehrleute den neuen dem Erdgas beigemengten Duftstoff in einem Einsatz riechen konnten, sagten Einsatzkräfte. Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Den typischen Gasgeruch erhält der Brennstoff erst durch das Zusetzen sogenannter Odoriermittel. Und diese duften in Hameln seit Anfang des Monats anders als zuvor. „Das riecht wie Propangas, auch nach Schwefel“, meinte Voß. Der zuvor beigemengte und jetzt abgeschaffte Duftstoff roch eher nach „Knoblauch und Klebstoff“. Die Stadtwerke halten Duftkarten mit dem Geruchsstoff als Riechprobe im Kundencenter an der Hafenstraße bereit. Verbraucher können damit den Duft des Gases kennenlernen und im Notfall schnell handeln.



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