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Nächtlicher Einsatz der Gefahrgut-Einheiten von Stadt und Kreis

Gasalarm im Lösemittelraum von Tönsmeier

HAMELN. Der Anruf eines Sicherheitsmannes löste am frühen Montagmorgen Besorgnis und einen Großeinsatz der Stadt- und Kreisfeuerwehr aus: Gegen 0.30 Uhr hatte auf dem Betriebshof des Entsorgungsunternehmens „Tönsmeier“ an der Hamelner Dieselstraße ein Gaswarnmelder Alarm ausgelöst.

veröffentlicht am 01.08.2016 um 12:47 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Rundumlampen blinkten, eine Sirene war zu hören. Die Lage war unklar. Der Disponent der „Leitstelle Hameln“ löste Gefahrgutalarm aus. Spezialisten, darunter ABC-Experten, aus Hameln und Kirchohsen rückten mit zahlreichen Fahrzeugen aus. Frank Wöbbecke, Gefahrgut-Beauftragter der Kreisfeuerwehr, und Wachabteilungsleiter Bodo Kauert von der Hamelner Feuerwehr erkundeten zunächst allein, was passiert war. Die übrigen Experten hielten sich zurück, einige rüsteten sich aber schon einmal vorsorglich mit schwerem Atemschutz aus. „Wir haben in einem abgetrennten Bereich einer Halle Messungen vorgenommen“, erklärt Chemiker Wöbbecke, der auch Kreisbrandmeister ist. Die Feuerwehrleute wollten herausfinden, ob sich ein explosionsfähiges Gemisch gebildet hatte. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass das nicht der Fall war. Auf Schadstoffmessungen wurde verzichtet. „In einem Gebäude, in dem sich chemische Abfälle befinden, werden sich immer Stoffe nachweisen lassen“, begründet Wöbbecke den Verzicht der Maßnahme. Man habe stattdessen eine Absauganlage, die eigentlich nur tagsüber angeschaltet wird, in Betrieb genommen, hieß es.

Danach konnten die zahlreich erschienenen Rettungs- und Feuerwehrkräfte zurück in ihre Standorte fahren.

Auf Nachfrage erklärt Tönsmeier-Sprecher Boris Ziegler, was passiert ist: „Die Alarm ist in einem 25 Quadratmeter großen Lösemittelraum ausgelöst worden. Dort ist am Freitag aufgeräumt worden. Vermutlich haben sich über das Wochenende Schadstoffe in Bodennähe abgesetzt.“ Sensoren überwachten ständig die Luftqualität. „Werden bestimmte Werte überschritten, meldet die Warnanlage per Alarmton, dass die leistungsstarke Absauganlage angeschaltet werden muss.“ Der Mann vom Werkschutz habe die Sirene gehört und deshalb die Feuerwehr verständigt. Ziegler sprach von einer „prophylaktisch angelegten Maßnahme“. In dem Lösemittelraum werden Flüssigkeiten aus kleinen Gebinden in größere Fässer geschüttet. Während dieser Arbeiten laufe zum Schutz der Mitarbeiter die Absauganlage“, erklärt Ziegler.

Foto: ube


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