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Feuerwehr und Stadtwerke stundenlang im Einsatz / Messtrupp rückt aus

Gas fängt Feuer - fauchende Flamme im Keller

HESSISCH OLDENDORF. Brennendes Erdgas im Keller eines Rohbaus am Horstweg hat am Samstagabend stundenlang die Freiwillige Feuerwehr Hessisch Oldendorf und den Notdienst der Stadtwerke Hameln beschäftigt.

veröffentlicht am 24.03.2019 um 11:57 Uhr
aktualisiert am 24.03.2019 um 14:30 Uhr

Eine Gasflamme schießt fauchend aus dem beschädigten Rohr. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Bei Arbeiten mit einem Trennjäger sei ein Arbeiter mit der Maschine abgerutscht, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Versehentlich sei dadurch ein unter Druck stehendes Gasrohr beschädigt worden. Funken dürften das ausströmende Gas entzündet haben. Fauchend schoss eine Flamme empor. Die Wand habe sich dadurch auf 850 Grad aufgeheizt, sagte der Zugführer des Messzuges, Tobias Ebbighausen. Die Feuerwehr war um 18.41 Uhr alarmiert worden. Die erste Meldung lautete: „Brennt Gasleitung in einem Rohbau!“ Bereits wenige Minuten später war die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs vor Ort. Freiwillige erkundeten die Lage. Notfallsanitäter der DRK-Wache Hessisch Oldendorf standen mit einem Rettungswagen in Bereitschaft. Einsatzleiter Kay Schönfelder ließ vorsorglich einen dreiteiligen Löschangriff vorbereiten. Das bedeutet: Feuerwehrleute verlegen Schläuche und sorgen dafür, dass sie einen Brand umgehend mit Wasser, Schaum oder mit Pulver bekämpfen können. Trupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Auch eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Mit ihr können die Helfer versteckte Wärmequellen aufspüren und Temperaturen messen. Neben Kommando- und Einsatzleitwagen steuerten auch Spezialisten der Kreisfeuerwehr den Einsatzort mit einem in Hessisch Oldendorf stationierten hochmodernen Gerätewagen „Messtechnik“ an. Eine Gefahr für das Gebäude bestand nicht. Der Raum war leer. Feuer fangen konnte dort nichts. Und so lange Gas brennt, besteht auch keine Explosionsgefahr. Die Experten der Stadtwerke konnten die Gaszufuhr für das betroffene Gebäude zunächst nicht unterbrechen. Hätten sie die Hauptleitung vom Netz genommen, wären gleich 25 Haushalte nicht mehr mit Erdgas versorgt worden. Die Spezialisten forderten deshalb einen Bagger an. Vor dem Haus sei die Leitung vorsichtig freigelegt worden, erzählt Ebbighausen. Mit zwei Rohrpressen wurde die unterirdisch verlegte Leitung abgequetscht und so eine Gasflussunterbrechung erreicht. „Fortan brannte nur noch das Gas, das sich noch in der Leitung befand, ab. Nachdem die Flamme erloschen war, haben Messtrupps der Stadtwerke und der Feuerwehr Messungen im Gebäude durchgeführt“, klärt Zugführer Tobias Ebbighausen. Sämtliche Messergebnisse hätten unter der Nachweisgrenze gelegen. Mit einem Sprühnebel aus Wasser sei die extrem heiße Wand heruntergekühlt worden. Um 21.45 Uhr rückten die Kräfte wieder ein.

2 Bilder
Ein Löschtrupp hat sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, um sofort eingreifen zu können. Foto: ube


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