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Paar misshandelt 41-Jährige auf abgelegenem Gehöft bei Höxter

Frau wird auf Horror-Hof gelockt – und stirbt

Höxter. Ein Paar soll eine Frau monatelang auf einem abgelegenen Bauernhof im ostwestfälischen Höxter gefangengehalten und misshandelt haben. Das Verbrechen flog zufällig auf, die Hilfe kam für die 41-Jährige jedoch zu spät. Das Opfer starb im Krankenhaus.

veröffentlicht am 29.04.2016 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Ortseingang Bosseborn Höxter

Gegen die vermeintlichen Täter, einen 46-Jährigen und dessen 47 Jahre alte Ex-Frau wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn am Freitag. Über das Motiv der beiden machten die Ermittler keine Angaben. Die Mordkommission Bielefeld hat Ermittlungen aufgenommen.

Das 41-jährige Opfer stammt aus Bad Gandersheim. Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es nicht. Unklar ist, was hinter der Tat steckt. Die Frau hatte auf eine Partnerschaftsanzeige geantwortet – doch ihr vermeintlicher neuer Freund und dessen Ex-Frau hielten sie dann über Wochen gefangen. Schließlich wurde sie von ihren Peinigern zu Tode misshandelt: Das Opfer sei laut Obduktion durch Schläge auf den Kopf gestorben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn.

 Der 46-jährige Mann habe die Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer „Frau für eine feste Beziehung“ gesucht, teilten die Ermittler mit. Die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen antwortete und zog den Ermittlungen zufolge kurz nach dem Kennenlernen in das Haus des Mannes in einem kleinen Dorf, das zu Höxter gehört. „Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt“, erklärten die Ermittler.

Am 21. April habe das Paar die lebensbedrohlich verletzte Frau zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen wollen. Das Auto sei aber unterwegs mit einem Motorschaden liegen geblieben. In dieser Situation habe sich der Zustand der 41-Jährigen immer weiter verschlechtert. „Die Beschuldigten waren nunmehr gezwungen, wegen des schlechten Gesundheitszustandes einen Rettungswagen zu rufen“, schrieben die Mordkommission aus Bielefeld, die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Höxter in ihrer Mitteilung. Ein Notarzt brachte die Frau ins Krankenhaus nach Northeim. Dort sei sie zwei Stunden später gestorben. Eine Obduktion brachte den Beweis für ihren gewaltsamen Tod. Ob sich die Verdächtigen zu den Vorwürfen geäußert haben, blieb zunächst offen.



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