weather-image
12°

Treppenhaus verraucht - Feuerwehr rettet 13 Menschen

Frau und zwei Kleinkinder durch Fenster gerettet

HAMELN. Löschtrupps haben am frühen Donnerstagmorgen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Schmiedestraße gelöscht. In der Küche einer Wohnung war gegen waren gegen 3.20 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Anwohner hörten das Piepen eines Heimrauchmelders. Sie klingelten und holten den Bewohner aus der verrauchten Wohnung. Dichte Rauchschwaden zogen durch das Treppenhaus.

veröffentlicht am 24.01.2019 um 04:14 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 15:43 Uhr

Die Feuerwehr hat Schläuche zu einem Innenhof geht. Foto:fn
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
In einem Mehrfamilienhaus an der Schmiedestraße ist am frühen Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Gegen 3.20 Uhr gerieten Möbel in einer Küche in Brand. Die Feuerwehr ließ das Gebäude evakuieren. Löschtrupps holten die Bewohner aus ihren Wohnungen. Ein Mieter (68) wurde verletzt. Der Mann hatte vermutlich giftige Brandgase eingeatmet.

Als Sven Hildebrand als einer der Ersten eintraf, hatten drei Männer vor der Haustür gestanden, erzählte der Einsatzleiter. Offenbar hatten zwei Nachbarn den 68-Jährigen aus der brennenden Wohnung geholt und ins Freie geleitet. Durch das Treppenhaus zogen bereits dichte, schwarze Rauchwaden. Ein Heimrauchmelder piepte unaufhörlich. Hinter einem Fenster in einer Wohnung im Hochparterre flackerten Flammen.

„Andere Bewohner standen an geöffneten Fenstern und machten auf sich aufmerksam“, sagte Hildebrandt. Der Brandoberinspektor griff zu einem Megafon und rief den Bewohnern zu, dass sie keine Tür öffnen, jedoch am offenen Fenster stehenbleiben sollten. „So standen wir mit ihnen in ständigen Kontakt“, so der Einsatzleiter.

Eine junge Frau und zwei Kleinkinder holte die Feuerwehr durch ein Fenster in Sicherheit.

Der verletzte Mieter soll den Rettungskräften gesagt haben, dass noch jemand in seiner Wohnung sei, hieß es von der Feuerwehr. Mit schwerem Atemschutz ausgerüstete Trupps suchten mit einer Wärmebildkamera in den verrauchten Räumen nach der mutmaßlich vermissten Person. Zeitgleich durchsuchten Kollege das Treppenhaus. Finden konnten die Feuerwehrleute allerdings niemanden.

Die Flammen in der Küche hatten Arne Volkmann und Dominik Koch schnell unter Kontrolle. Mit wenigen Sprühstößen aus einem Hohlstrahlrohr konnten sie das Feuer löschen. In der speziellen Armatur entsteht ein hohler Wasserstrahl, mit dem Feuer in einer Wohnung wirkungsvoll erstickt werden kann. Ein Vorteil des Löschgeräts ist der geringe Wasserverbrauch, ohne größere Löschwasserschäden zu verursachen. Gerade einmal 200 Liter reichten, um das Feuer an der Schmiedestraße zu löschen.

Wie die Polizei mitteilte, soll auf dem Herd angebranntes Essen Ursache für den Brand sein. Flammen seien auf mehrere Möbelteile übergegriffen. Die Bewohner konnten nach einer Belüftung in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Wohnung des 68-Jährigen ist zur Zeit unbewohnbar.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt