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Traurige Gewissheit

Flugzeug zerschellt am Ith - Pilot ist tot

Das vermisste Sportflugzeug ist am späten Samstagnachmittag in der Nähe des Ithkopfes bei Coppenbrügge in einem unwegsamen Waldgebiet entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei ist der Pilot tot. Ermittler der Tatort-Gruppe und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind vor Ort eingetroffen.

veröffentlicht am 09.12.2017 um 18:29 Uhr

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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
Es war die wohl größte Suchaktion in der Geschichte des Landkreises Hameln-Pyrmont - an zwei Tagen haben Rettungskräfte von nah und fern Wälder und Felder, Steilwände und Schluchten zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf durchkämmt. Die Suche konzentrierte sich anfangs auf Hohenstein und Süntel. Aber auch über dem Basberg kreisten stundenlang SAR-Hubschrauber der Bundeswehr. SAR steht für Search and Rescue, also Suchen und Retten.


Zusätzlich hielten Hubschrauber-Besatzungen  der Landes- und der Bundespolizei Ausschau nach dem Flugzeug, dass am Freitagnachmittag vom Radarschirm verschwunden war. Am späten Samstagnachmittag wurde das Wrack entdeckt - allerdings ganz woanders. Die Maschine ist auf dem Ith in der Nähe des Funkturms zerschellt. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Ein Jagdpächter hatte das Wrack entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. 

 

Der 78 Jahre alte Mann befand sich nach Angaben der Polizei am Freitag allein in der zweisitzigen Schulungsmaschine vom Typ "Aquila A-210 AT01". Er war um 12.15 Uhr in Osnabrück-Atterheide gestartet und in Richtung Braunschweig geflogen. Auf dem Weg dorthin überflog er den Bereich Rinteln und Hess. Oldendorf im westlichen Weserbergland. Kurz vor 13 Uhr brach der Funkkontakt zum Piloten ab. "Den letzte Radarkontakt gab es im Bereich Fischbeck", erzählt Oberkommissar Jens Petersen. Nach Eingang der Meldung wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet - daran beteiligten sich zahlreiche Kräfte von Polizei Feuerwehr, THW und DRK. Zunächst konnten weder Hubschrauber der Polizei noch Drohnen der Kreisfeuerwehr eingesetzt werden.


Das Wetter war einfach zu schlecht. Nachdem sich die Witterungsbedingungen verbessert hatten, konnten in den Abendstunden zwei Polizeihubschrauber die Suchmannschaften am Boden unterstützen. Der Hubschrauber der Bundespolizei sei mit einer Wärmebildkamera ausgestattet gewesen, sagte Petersen. Zusätzlich wurde ein Experten-Team aus Nordrhein-Westfalen angefordert, das über eine spezielle Ortungstechnik verfügt.

Es versuchte das Handy zu orten. Während der Großeinsatz kurz vor Mitternacht abgebrochen werden musste, dauerten die Ortungsversuche bis tief in die Nacht an - sie verliefen jedoch ohne Erfolg. Bei Tagesanbruch wurden die Suchmaßnahmen fortgesetzt mit Bundeswehr- und Polizeihubschraubern, der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft West und zahlreichen Rettungshunden der Johanniter-Unfallhilfe aus Holzminden des DRK aus Empelde, des THW Ronnenberg und des ASB Göttingen fortgesetzt. Auch Hightech kam wieder zum Einsatz. Unbestätigten Angaben zufolge konnten die von dem Flugzeug abgestrahlten Positionsdaten am Deister nicht empfangen werden, da dort die Antennenanlage defekt sein soll.

Die Suche wird fortgesetzt: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft West hat sich in Unsen auf einem Parkplatz gesammelt. Foto: leo
  • Die Suche wird fortgesetzt: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft West hat sich in Unsen auf einem Parkplatz gesammelt. Foto: leo
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  • Die Polizei hat den Absturzort abgesperrt. Die Feuerwehr und das THW Hameln versuchen mit geländegängigen Fahrzeugen den Absturzort zu erreichen. Foto: leo
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  • Feuerwehrleute durchkämmen ein Waldgebiet bei Unsen. Foto: leo
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  • Mit 14 Rettungshunden suchen die Einsatzkräfte nach dem Flugzeug. Foto: leo
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  • Mit 14 Rettungshunden suchen die Einsatzkräfte nach dem Flugzeug. Foto: leo
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  • Das Medieninteresse ist groß. Mehrere Kamerateams verfolgen das Geschehen. Foto: leo
Die Suche wird fortgesetzt: Die Kreisfeuerwehrbereitschaft West hat sich in Unsen auf einem Parkplatz gesammelt. Foto: leo
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