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100 Einsatzkräfte bekämpfen Großbrand in Fischbeck

Flammen wüten in Reihenhaus - und die Besitzer sind im Urlaub

In der Nacht auf Mittwoch ist es in Fischbeck zu einem Großbrand gekommen. In einem Reihenhaus im Speckertal war ein Feuer ausgebrochen. Über 100 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz. Es entstand ein Schaden von 200 000 Euro. Die Bewohner sind im Urlaub.

veröffentlicht am 19.04.2017 um 05:35 Uhr
aktualisiert am 20.04.2017 um 09:06 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Bei einem Feuer in einer Doppelhaushälfte an Straße „Im Speckertal“ in Fischbeck ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Schaden in Höhe von zirka 200 000 Euro entstanden. Rund 100 Feuerwehrkräfte waren stundenlang mit Lösch- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.
Die Brandursache sei noch nicht ermittelt worden, sagte Polizeisprecher Jens Petersen am Mittwoch. Die Polizei hat das Gebäude für weitere Nachforschungen beschlagnahmt.
Um kurz nach Mitternacht erhellen Halogenscheinwerfer das Eckgrundstück am Speckertal. Feuerwehrleute haben die Leuchten in Stellung gebracht. Blaulicht flackert auf. Einsatzkräfte spritzen aus mehreren Strahlrohren Löschwasser auf das an der Rückseite brennende Gebäude. Flammen lodern bereits unter dem Dachfirst, haben sich am Haus nach oben ausgebreitet.


Auf dem Dach des Hauses zerplatzen Betondachpfannen. Mit einem lauten Knall explodiert eine Isolierglasscheibe – sofort sprühen Funken aus dem Fenster im Obergeschoss. Ein Raum im Dachgeschoss ist stark vom Feuer betroffen. Eine Überdachung brennt ebenfalls. Löschwasser tropft im Erdgeschoss auf den Boden.
Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren kämpfen in der Nacht gegen die Flammen. Aus Hameln rückt ein Drehleiterfahrzeug an. Feuerwehrleute reißen Firstpfannen herunter, um darunterliegende Glutnester löschen zu können. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und sein Stellvertreter Kay Leinemann sind vor Ort und unterstützen ihre Kameraden. Auch ein Fachberater vom Technischen Hilfswerk wird alarmiert.
Schnell stellt sich heraus, dass sich keine Menschen im Gebäude aufhalten. Die Bewohner des Doppelhauses wissen während der Löscharbeiten noch nicht, dass ihr Haus brennt. Sie sind im Urlaub, heißt es von Polizeibeamten.
Eine besorgte Nachbarin steht auf der Straße. Die Fischbeckerin schaut zu, wie routiniert die Feuerwehrleute vorgehen. Ihre Hände zittern vor Aufregung, sagt sie.
Die Frau weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn Hab und Gut Raub von Flammen werden. Vor mehreren Jahren sei in Hastenbeck ein Wohnhaus abgebrannt, in dem sie selbst wohnte.
Ihr Mann erzählt, dass er kurz Mitternacht noch einmal nach draußen gegangen war. Da habe er das Feuer am Haus gesehen. Als er den Notruf wählen wollte, habe er aber bereits die Martinshörner von anfahrenden Feuerwehrwagen gehört, so der Nachbar.
Nach einer Stunde melden die Kräfte „Feuer aus“. Trotz des bei der Alarmierung bereits fortgeschrittenen Brandes gelang es den Feuerwehrkräften, ein Übergreifen der Flammen auf die andere Gebäudehälfte zu verhindern.
Noch weiß die Polizei nicht, wie es zum Großbrand gekommen ist. Heute soll ein Sachverständiger im Haus nach Spuren suchen. Der Fachmann wurde von der Polizei angefordert und soll die Ermittler unterstützen.

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