weather-image
16°
Feuerwehr löscht Brand in Aerzen

Flammen schlagen aus Dachstuhl

AERZEN. Am frühen Freitagmorgen ist an einem Haus am Reherweg ein Feuer ausgebrochen. Flammen schlugen durch den Dachstuhl eines zwischen Wohnhaus und Scheunen liegenden Anbaus. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäudeteile verhindern.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 05:40 Uhr
aktualisiert am 02.03.2018 um 16:51 Uhr

Ein Feuerwehrtrupp löscht vom Korb einer Drehleiter aus. Foto: fn
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Ein Feuer an einem Wohnhaus hat am frühen Freitagmorgen über 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und Technischem Hilfswerk bei klirrender Kälte in Atem gehalten. Gegen 4.30 stand der Zwischenbau eines landwirtschaftlichen Gebäudes am Reherweg in Brand. Flammen hatten sich bereits durch das Dach gefressen, Ziegel zerplatzten und heiße Funken stiegen auf.

Ein Autofahrer war auf den Brand aufmerksam geworden. Er setzte einen Notruf ab und versuchte, die Bewohner wach zu klingeln. Erfolg hatte der Mann nicht. Sebastian Bohne bahnte sich einen Weg ins Wohnhaus. Im Gebäude traf der Hauptlöschmeister auf die 82-jährige Bewohnerin, warnte sie vor dem Feuer. Kurz darauf stand der Feuerwehrmann in voller Einsatzkleidung vor dem Bett des zweiten Bewohners , riss den Aerzener aus dem Schlaf. „Das war ein Erlebnis, als der vor mit stand und sagte, dass der Dachstuhl brennt. So etwas möchte ich nicht noch einmal durchmachen“, sagte der 52-Jährige. Notfallsanitäter vom Deutschen Roten Kreuz kümmerten sich um Mutter und Sohn, die glücklicherweise unverletzt blieben.

Die Feuerwehr spritzte von mehreren Seiten Löschwasser auf glühende Holzbalken und heiße Dachpfannen. Während von oben aus dem Korb einer aus Hameln hinzugezogenen Drehleiter gelöscht wurde, ging ein Atemschutz-Trupp im brennenden Anbau gegen die Flammen vor. Nicht ungefährlich, denn Teile einer Decke stürzten neben den Feuerwehrleuten zu Boden. Die Freiwilligen blieben zum Glück unverletzt.

Bei klirrender Kälte mit Temperaturen von minus 10 Celsius gefror ausgetretenes Löschwasser, verwandelte Böden in spiegelglatte Flächen. Ständig streuten Helfer Tausalz aus. Ein Zug der Kreisfeuerwehr baute beheizte Zelte auf. Abgekämpfte und durchgefrorene Einsatzkräfte konnten sich darin aufwärmen . Während der Löscharbeiten fuhren über 25 Einsatzfahrzeuge am Reherweg vor. Die Straße musste bis 10 Uhr voll gesperrt werden.

Die Brandschützer mussten befürchten, dass sich das Feuer auf das Wohnhaus und die angrenzenden Scheunen ausbreiten konnte. Vorsorglich wurde ein Hightech-Löschgerät (Cobra genannt) an den Einsatzort gefahren. Einsetzen musste die Feuerwehr diese Lanze, mit dem Gerät können Löcher in Baustoffe geschnitten werden, nicht. Eine Bergungsgruppe des THW öffnete eine Betonwand, vermutete Glutnester wurden jedoch nicht entdeckt. Das Feuer hatte sich nicht ausgebreitet

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. „Derzeit wird ein technischer Defekt in einer Schrotmühle als Brandursache für möglich gehalten. Die Ermittlungen dauern dazu jedoch noch an“, teilte Polizeisprecher Jens Petersen mit.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare