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Feuer bekämpft, Öl und Diesel unschädlich gemacht / Notarztteam rückt 20-mal aus

Flammen, Rauch, Stromausfall

HAMELN. Wachen, wenn andere feiern - für Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Notfallsanitäter und Polizisten, aber auch für die ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrleute ist das ganz Normalität - und selbstverständlich. Sie sind an 365 Tagen rund um die Uhr in Bereitschaft. Die Feuerwehr Hameln war schon am Abend vor Heiligabend im Löscheinsatz.

veröffentlicht am 26.12.2018 um 12:06 Uhr
aktualisiert am 26.12.2018 um 13:20 Uhr

Stichflamme an der Zentralstraße. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. „Wenn es zu einer Durchzündung gekommen wäre, hätte der ganze Schuppen in Flammen gestanden“, sagt Stadtbrandmeister Markus Weber. Foto: leo
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Durch ihre Schnelligkeit und ihr professionelles Vorgehen konnten die Frauen und Männer wieder einmal Schlimmeres verhindern. Bilanz: Ein halbes Dutzend Alarme über die Feiertage - das war ein insgesamt eher ruhiges Weihnachtsfest. Der Rettungsdienst der Stadt Hameln kam allerdings zwischen Heiligabend (Mitternacht) und dem zweiten Feiertag (12 Uhr) selten zur Ruhe - das Notarztteam wurde 20-mal gerufen, die beiden Rettungswagen der Feuerwehr rückten 45-mal aus. Eine Grippewelle gibt es nach Meinung des Koordinators des Ärztlichen Notdienstes zum Glück bislang nicht. „Auch Häufungen bei anderen Erkrankungen haben wir nicht beobachtet“, sagt Reinhold Klostermann. „Es war auch nur etwas mehr los als sonst.“ Die Notaufnahme des Bathildiskrankenhauses meldete auf Nachfrage: „Wir hatten viel zu tun - wie immer.“ Die Zentrale Notaufnahme des Sana-Klinikums wollte sich zum Arbeitsaufkommen nicht äußern. Das teilte die Zentrale auf Anfrage der Dewezet mit. Nach einem Feuer an der Zentralstraße gingen am Sonntagabend für kurze Zeit die Lichter aus. Der Notdienst der Stadtwerke habe wegen des Feuers eine Leitung kappen müssen, sagte Stadtbrandmeister Markus Weber vom Einsatzführungsdienst. Die Feuerwehr Hameln war um 21.18 Uhr alarmiert worden, weil Qualm aus dem Dach eines Backstein-Schuppens drang. Ersten Erkenntnissen zufolge ist Regenwasser in einen Stromverteilerkasten gelaufen. Das habe einen Kurzschluss und eine Stichflamme verursacht, sagte Weber. Ein Trupp, der sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatte, bekämpfte den Schwelbrand mit einem Kohlendioxid-Löscher. „Wir hatten Glück im Unglück“, sagt der Einsatzleiter. „In dem Gebäude standen nicht nur ein Moped, Möbel und Gegenstände aus Pappe, sondern auch eine 11-Kilogramm-Gasflasche. Wenn es zu einer Durchzündung gekommen wäre, hätte der Schuppen in Flammen gestanden.“ Der von der Feuerwehr verständigte Notdienst der Stadtwerke rückte aus, um den Schaden zu beheben. Folge: Während der Reparaturarbeiten konnten Häuser in der Zentralstraße nicht mit Strom versorgt werden. Am Vormittag des Heiligen Abends waren es Öl- und Dieselspuren, die die Feuerwehrleute nicht zur Ruhe kommen ließen. Um 10.50 Uhr fuhren die Helfer zum Breiten Weg, um dort bunt schillernde Schlieren zu beseitigen. 50 Minuten später wurden die Feuerwehr Hameln nach Tündern geschickt. An der Friedenseiche war Diesel auf die Straße getropft. Auch die Freiwilligen der Feuerwehr Tündern rückten aus - sie machten sich auf die Suche nach weiteren Diesellachen. „An der Tündernschen Warte wurde eine weitere Spur entdeckt“, sagte Brandamtmann Eugen Steiger vom Einsatzführungsdienst. Ersten Erkenntnissen zufolge stammt der Treibstoff von einem Auto, dessen Fahrer von Hastenbeck nach Tündern gefahren ist. Ursache war offenbar ein technischer Defekt. Am Nachmittag war es dann eine verletzte Taube, die die Tierretter der Feuerwehr Hameln gleich zweimal beschäftigte. Der schwer verletzte Vogel war kurz vor 14 Uhr auf einem Balkon an der Vizelinstraße entdeckt worden. Als sich ihm ein Feuerwehrmann näherte, flog er jedoch davon. Gegen 16 Uhr rückten die Feuerwehrleute ein zweites Mal aus. Diesmal ließ sich die Taube einfangen. Auf dem Transport zu einem Tierarzt verendete der Vogel jedoch. Kurz vor Ende des ersten Weihnachtsfeiertages wurden mehrere Züge zu Stüvestraße gerufen. Kurz vor Mitternacht waren Flammen in einer Wohnung entdeckt worden. „Zum Glück mussten die Kollegen nicht löschen. Dort war lediglich ein Ethanol-Kamin in Betrieb“, sagte Hauptbrandmeister Karl-Friedrich Coerdt.



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