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Stromausfall in Teilen von Bad Münder / Polizei sichert Kreuzung / Anwohner müssen Fenster schließen

Flammen in Trafo-Station

BAD MÜNDER. Schwarzer Rauch stieg auf. Es sah so aus, als würde er vom Nebel zu Boden gedrückt. Der beißende Qualm waberte durch das Wohnviertel. In einem Transformatorenhaus an der Hannoverschen Straße in Bad Münder loderten Flammen. Folge: Stromausfall, Straßensperrung. Zahlreiche Menschen saßen am Freitagmorgen plötzlich im Dunkeln.

veröffentlicht am 26.01.2018 um 14:38 Uhr

Ein Feuerwehrmann bekämpft den Trafo-Brand mit Kohlendioxid-Gas. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Um 6.53 Uhr wurden der Löschzug der Feuerwehr und der Notdienst des Netzbetreibers Avacon alarmiert. Weil die Ampelanlage an der viel befahrenen Kreuzung Bundesstraße 442/Hannoversche Straße/Landesstraße 421 ausgefallen war, positionierte sich dort eine Streifenwagen-Besatzung des Kommissariats Bad Münder. Autofahrer wurden mit Blaulicht gewarnt. Mit Megaphon-Durchsagen bat die Feuerwehr alle Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Einsatzleiter Lars Koelle ließ Schläuche ausrollen und einen Schaum-Angriff vorbereiten. Bis zum Eintreffen der Avacon-Experten wurden jedoch keine Löschmaßnahmen ergriffen, da die Anlage zunächst einmal vom Netz genommen werden musste. Erst als die Avacon-Mitarbeiter grünes Licht gaben, verschafften sich Feuerwehrleute mit Brechwerkzeug Zugang zu der Station, in der 20 000 Volt auf 230 bis 400 Volt transformiert werden. Schaum kam nicht zum Einsatz. „Wir haben den Brand mit Kohlendioxid-Gas bekämpft“, sagte Zugführer Koelle. Die verbrannten und extrem heißen Überreste des Trafos wurden danach mit Wasser gekühlt. „Ursache des Feuers ist ein technischer Defekt in der Niederspannungsverteilung“, sagte Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel. Man sei derzeit dabei, eine provisorische Station aufzubauen. Da dafür Tiefbauarbeiten erforderlich seien und zahlreiche Kabel umgesteckt werden müssten, würden sich diese Arbeiten noch bis zum Nachmittag hinziehen. Erst danach könnten die 120 betroffenen Haushalte im Bereich des Kreuzborns, der Hannoverschen Straße, der Langen Straße und des Heissenweges wieder mit elektrischer Energie versorgt werden. Wegen des Stromausfalls wurde das Studieninstitut des Landes Niedersachsen an der Langen Straße mithilfe eines Notstrom-Aggregats versorgt.

Zur Höhe des Schadens konnte das Unternehmen keine Angaben machen. Von der Dewezet befragte Experten schätzen den Brand- und Folgeschaden auf mehr als 50 000 Euro.

Feuer im Transformatorenhaus an der Hannoverschen Straße. Rauch steigt auf. Die Brandgase sind giftig. Feuerwehrleute haben schweren Atemschutz angelegt. Anwohner werden über Megaphon aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen. Foto: ube
  • Feuer im Transformatorenhaus an der Hannoverschen Straße. Rauch steigt auf. Die Brandgase sind giftig. Feuerwehrleute haben schweren Atemschutz angelegt. Anwohner werden über Megaphon aufgefordert, Türen und Fenster zu schließen. Foto: ube

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