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Löscheinsatz am Wehl – Feuerwehr verhindert Schlimmeres / „Brandgefahr derzeit recht hoch“

Flammen im Wald

HAMELN. Die Feuerwehr Hameln hat am Donnerstagmittag am Wehl einen größeren Waldbrand verhindert. Mit weit mehr als 2000 Litern Wasser löschten ehren- und hauptamtliche Kräfte ein Flächenfeuer, das sich an einem Steilhang – ganz in der Nähe des Krematoriums – rasend schnell ausbreitete.

veröffentlicht am 12.05.2016 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Ulrich Behmann

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Angefacht vom böigen Wind fraßen sich die Flammen gegen 12.30 Uhr kreisförmig durch das Unterholz. Zweige, Äste und am Boden liegende dicke Baumstämme, aber auch kleinere Birken, brannten. „Gut, dass das Feuer rasch entdeckt wurde“, meinte Einsatzleiter Thomas Breitkopf. Die Brandgefahr in Wald, Feld und Flur sei derzeit recht hoch. „Das Gras ist stellenweise knochentrocken. Mancherorts liegt zudem eine zentimeterdicke Schicht aus abgefallenen Blüten“, sagt der Brandoberinspektor. „Wer dieser Tage achtlos eine glimmende Kippe aus dem Auto wirft, kann ein Großfeuer verursachen.“

Der Graslandfeuerindex, der nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes „die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs anzeigt“, hat in Hameln inzwischen die zweithöchste Warnstufe erreicht. Sie gilt noch bis einschließlich Samstag. Der Waldbrandgefahrenindex beschreibt dagegen das meteorologische Potenzial für die Gefährdung durch Waldbrände. Er zeigt die Gefahr in fünf Stufen an. In Hameln liegt die Warnstufe noch bis Samstag bei 3.

Wer derzeit in der freien Natur mit Feuer spiele, könne schnell Flächen-, Busch- oder Baumbrände auslösen, sagt Breitkopf und verweist auf mehrere Einsätze in Stadt und Land. In den vergangenen Tagen waren beim Abflämmen von Unkraut Hecken in Flammen aufgegangen.

Flächenfeuer im Wald: Die Flammen breiten sich rasend schnell aus. Ein Feuerwehrmann löscht. Er trägt schweren Atemschutz. Fotos: ube

Wenige Minuten vor dem Notruf, der die Löschmannschaften zum Wehl rief, war an der Fischbecker Landstraße schwarzer Rauch aufgestiegen. Camper hatten den Qualm von der anderen Weserseite aus gesehen und die Feuerwehr verständigt. Die Lage war zunächst unklar. In einem Kleingarten habe ein Mann Plastiksäcke und Abfall in einem Außenkamin verbrannt, berichtet Breitkopf. „Ich habe das Feuer gelöscht.“

Die Polizei hat gegen den 60 Jahre alten Hamelner Ermittlungen eingeleitet – wegen illegaler Abfallbeseitigung.



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