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Lokführer schlägt Alarm

Flammen am Hamelner Güterbahnhof

Hameln. Unbekannte Täter haben am Hamelner Güterbahnhof ein Feuer unter einer überdachten Laderampe gelegt - direkt neben den Schienen an einer großen Lagerhalle. Der Lokführer einer S-Bahn sah schwarzen Rauch aufsteigen und schlug am Pfingstsonntag gegen 16.15 Uhr Alarm.

veröffentlicht am 16.05.2016 um 14:43 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Ehren- und hauptamtliche Kräfte der Feuerwehr Hameln rückten mit mehreren Fahrzeugen aus und bekämpften kurze Zeit später die Flammen, die unterhalb eines vergitterten Fensters, dessen Scheibe zerstört war, loderten. Durch die Hitze seien an der Fassade mehrere Stromleitungen geschmolzen, sagte Einsatzleiter Friedrich-Wilhelm Thies. Unklar war zunächst, ob Funken ins Innere des Lagerschuppens geflogen waren. Mit einer Wärmebildkamera suchten Feuerwehrleute nach versteckten Glutnestern. Weil kein Verantwortlicher ausfindig zu machen war, wurde der Schließzylinder einer Tür entfernt. Die Erkundung ergab, dass dort kein Feuer ausgebrochen war. Allerdings waren Teile der Halle verqualmt. Die Feuerwehr setzte einen Hochleistungslüfer ein. Von den Tätern, die eine Schaumstoffmatratze und andere Gegenstände angezündet haben, fehlt jede Spur.

Bereits am Samstag waren ehren- und hauptamtliche Kräfte alarmiert worden - zweimal wurden sie ins Industriegebiet Süd gerufen. Um 1.57 Uhr hatte die Brandmeldeanlage eines Baumarkts an der Werftstraße ein Feuer gemeldet. Ursache dürfte ein defekter Strömungsmelder der Sprinkleranlage gewesen sein. Wasser sei lediglich in einen Technikraum gelaufen, habe dort aber keinen Schaden angerichtet, sagte Thies. Um 12.34 Uhr löste die Kohlendioxid-Anlage der Teppichwerke an der Kuhlmannstraße Alarm aus. Löschzüge waren rasch vor Ort. Die Erkundung der Lage ergab, dass in mehreren Hallen Gas- und Rauchmelder Störungen gemeldet hatten. „In diesem Fall dürfte ein Stromausfall die Ursache gewesen sein“, erklärte der stellvertretende Stadtbrandmeister. „Auswirkungen auf die Produktion hat der Vorfall nicht gehabt“, sagte Thies. „Es wurde zu diesem Zeitpunkt nicht gearbeitet.“



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