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Terrier war schon zweimal untergetaucht

Feuerwehrmann rettet Hündin vor dem Ertrinken

HAMELN. Das war eine Rettung in allerletzter Sekunde… Als Oberbrandmeister Steffan Correll im Überlebensanzug in den idyllisch am Waldrand gelegenen See sprang, war Abella bereits so entkräftet, dass sie sich kaum noch über Wasser halten konnte. Zweimal war die Hündin mit ihrem Kopf bereits untergetaucht.

veröffentlicht am 14.10.2019 um 13:41 Uhr
aktualisiert am 14.10.2019 um 14:44 Uhr

Ulrich Behmann

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Verzweifelt warteten Frauchen Clarissa und Herrchen Manuel Kallmeyer am Ufer auf die Feuerwehr. „Ich wollte schon selbst in den Teich springen, aber die Sirenen der Retter waren schon nach kurzer Zeit zu hören“, sagt der Hundehalter. Die ein Jahr alte Staffordshire-Hündin paddelte zu dieser Zeit um ihr Leben. Die fünf Meter lange Schleppleine, die mit ihrem Halsband verbunden war, hatte sich in den knorrigen Ästen eines mitten in Schlägers Teich liegenden Baumstamms verheddert. Steffan Correll schwamm so schnell er konnte – von seinen Kollegen an einer Rettungsleine gesichert – zu dem Terrier in Not, nahm ihn auf den Arm – und rettete ihn so vor dem Ertrinken. Tierretter und Hund wurden kurz darauf wieder an Land gezogen.

Abella zitterte, würgte verschlucktes Wasser aus, aber sie lebte. Auf dem See war die Hündin dem Tod sehr nahe. Clarissa Kallmeyer rubbelte ihren Liebling mit einem Handtuch ab. „Abella liebt das Wasser von klein auf. Wir sind spazieren gegangen. Ich hatte sie an der langen Leine, als sie sich plötzlich von meiner Hand losgerissen hat.“ Die Hündin hatte offenbar ein paar Enten gesehen und war in den See gesprungen. 15 Meter weit vom Ufer entfernt blieb die lange Hundeleine jedoch an dem Stamm hängen. Die Hündin konnte nicht mehr zurück ans Ufer schwimmen, geriet in Panik und in Lebensgefahr.

„Wir sind den Feuerwehrleuten ja so dankbar, dass sie so schnell zu uns gekommen sind und unsere Abella gerettet haben“, sagt Clarissa Kallmeyer. Sie hätte am liebsten jeden Feuerwehrmann umarmt. Aber sie musste die erschöpfte und frierende Hündin so schnell wie möglich nach Hause bringen. „Abella muss sich jetzt aufwärmen“, sagte die Hundehalterin.

Die rund um die Uhr besetzte Wachbereitschaft war mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einem Rüstwagen ausgerückt und hatte sich mit Blaulicht und Sirene den Weg durch den Verkehr gebahnt. „Schon während der Einsatzfahrt hat sich Oberbrandmeister Correll einen Überlebensanzug angezogen. In Fällen wie diesen darf man keine Zeit verlieren“, sagt Wachabteilungsleiter Marc Zobel.

2 Bilder
Feuerwehrleute ziehen Tierretter und Hündin ans Ufer. Foto: ube



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