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Notruf löst Großeinsatz aus

Feuerwehr und Polizei suchen nach Person in der Weser

HAMELN. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften haben Feuerwehr und Polizei am Mittwochvormittag nach einem möglicherweise in der Weser treibenden Menschen gesucht. Eine Hamelnerin, die am Weserufer spazieren gegangen war, hatte um 10.25 Uhr den Notruf 112 gewählt und der Leitstelle mitgeteilt, sie habe einen Rettungsring entdeckt, an dem etwas hinge.

veröffentlicht am 13.06.2018 um 14:10 Uhr
aktualisiert am 13.06.2018 um 15:01 Uhr

Mit Schlauchbooten suchten die Helfer nach der Person. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Neben einer Notärztin des Sana-Klinikums und dem Rettungsdienst der Stadt Hameln waren auch Taucher und Bootsführer sowie die Drohnenstaffel der Kreisfeuerwehr alarmiert worden. Am ehemaligen Wasserübungsplatz an der Fischbecker Landstraße ließen Feuerwehrleute ein Boot zu Wasser. Retter, die Überlebensanzüge trugen, beteiligten sich an der Suche. Ein Weserfischer bot seine Hilfe an – Alexander Meyer suchte den Fluss mit seinem PS-starken Aalfangboot ab. Eine Hamelnerin, die am Weserufer spazieren gegangen war, hatte um 10.25 Uhr den Notruf 112 gewählt und der Leitstelle mitgeteilt, sie habe einen Rettungsring entdeckt. Er treibe in Höhe des ehemaligen Truppenübungsplatzes in der Weser. „Es sieht so aus, als würde daran etwas hängen, das sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet“, sagte die Augenzeugin. Die Frau machte vorsorglich ein Foto von der Situation. Man könne auf dem Handy-Bild leider nicht erkennen, ob an der Leine des Rings eine Person hängt, sagte ein Kommissar.

Nach Eingang des Anrufes wurden der Wasserrettungszug der Feuerwehr und die Polizei alarmiert. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte steuerten mit Blaulicht und Sirene die Nordstadt an. Neben einem leichten Rettungsboot wurde auch ein schwerer Trimaran zur Fischbecker Landstraße gebracht. Feuerwehrtaucher bereiteten sich auf einen Sucheinsatz vor. Der von der Frau gesichtete Rettungsring wurde kurz darauf geborgen. Nachforschungen ergaben, dass er unterhalb der Weserbrücke hing und dort wohl auch in den Fluss geworfen wurde. „Die Feuerwehr und der Berufsfischer haben die Weser zwischen der Brücke und Wehrbergen abgesucht, allerdings keine Person entdecken können“, sagte Brandrat Andreas Zerbe vom Einsatzführungsdienst der Feuerwehr. Die Suchaktion wurde schließlich abgebrochen. „Wenn jemand einen Rettungsring ins Wasser wirft, um einem Ertrinkenden zu helfen, ruft er doch eigentlich auch Polizei oder Feuerwehr“, sagte Zerbe. Ein solcher Notruf sei aber nicht eingegangen. Vermutlich habe ein Unbekannter den Rettungsring einfach so in die Weser geworfen und auf diese Weise einen Großeinsatz ausgelöst.“

Diesen Rettungsring hatte eine Spaziergängerin auf der Weser treiben sehen. Foto: ube
  • Diesen Rettungsring hatte eine Spaziergängerin auf der Weser treiben sehen. Foto: ube
Foto: ube
  • Foto: ube
Einsatzbesprechung. Foto:ube
  • Einsatzbesprechung. Foto:ube

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