weather-image
20°
Zwei Einsätze in 13 Minuten / Helfer kämpfen auch gegen Wasser und Dampf

Feuerwehr rettet zwei Menschen

AFFERDE/HAMELN. Innerhalb weniger Minuten ist die Feuerwehr Hameln am Freitagmorgen zu zwei Einsätzen gerufen worden. In Afferde rief eine geplatzte Fernwärmeleitung gegen 8 Uhr die Feuerwehr auf den Plan. In Hameln mussten zwei Menschen aus einer lebensgefährlichen Situation befreit werden.

veröffentlicht am 16.06.2017 um 10:06 Uhr
aktualisiert am 16.06.2017 um 13:11 Uhr

Am Einsatzort in Afferde: Feuerwehrleute bringen Wassersauger und Schläuche zu dem Haus, in dem Keller unter Wasser stehen. Foto leo
DSC_4666

Autor

Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Feuerwehrkräfte aus Hameln und Afferde waren zunächst zu einem gemeldeten Kellerbrand in einem Wohnhaus an der Dresdener Straße gerufen worden. Feuerwehrleute der Hamelner Wachbereitschaft rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus und erkundeten die Lage im Keller. „Es stellte sich heraus, dass aus einer Fernwärmeleitung vor dem Wohnhaus heißes Wasser ausgetreten war. Es ist durch ein Lüftungsloch in mehrere Keller des Wohnhauses gelaufen“, berichtet der stellvertretende Stadtbrandmeister Friedrich Wilhelm Thies. Aufgrund der Hitze des ausgetreten Wassers sei Dampf aufgestiegen. Feuerwehrleute aus Hameln brachten einen Nasssauger zur Einsatzstelle, mit dem das schmutzige Wasser, das ein paar Zentimeter hoch in den Kellerräumen stand, aus dem Keller gepumpt werden könnte.

Noch während sich Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hameln auf der Anfahrt nach Afferde befanden, wurden sie ins Klütviertel gerufen. Nach Angaben von Brandrat Andreas Zerbe gelang es Feuerwehrleuten, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, eine Frau und einen Mann aus einer Garage, die sich mit Kohlendioxid, das aus einem Feuerlöscher entwichen war, gefüllt hatte, zu retten. Zwei Notarzt-Teams kümmerten sich um die Opfer.

Kai Gnuschke, bei Enertec verantwortlich für die Fernwärme, teilte mit, aufgrund einer Störung an einer Fernwärmeleitung im Bereich der Leipziger Straße sei es zu einem Druckabfall gekommen. Die Druckschwankungen hätten zu einer Undichtigkeit an einem Hausanschluss geführt. Msn habe den betroffenen Netzbereich umgehend außer Betrieb genommen und abgesichert.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare