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94-Jährige in Klinik eingeliefert / Stundenlanger Einsatz am Basberg

Feuerwehr rettet Seniorin - und gerät dabei in Schieflage

HAMELN. Erst Rettungseinsatz, dann Bergungsaktion – die Hamelner Feuerwehr ist am Dienstagvormittag stundenlang am Hamelner Basberg gefordert worden. Am Ende mussten die Männer ihr eigenes Tanklöschfahrzeug vor dem Umkippen bewahren. Das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug sei auf einer steilen und vereisten Auffahrt seitlich ins Rutschen gekommen und habe zeitweise nur noch auf zwei Rädern gestanden, sagte Brandoberamtsrat Andreas Zerbe.

veröffentlicht am 24.01.2017 um 11:10 Uhr
aktualisiert am 24.01.2017 um 12:20 Uhr

Bergungseinsatz am Basberg - Feuerwehrleute sichern ein Tanklöschfahrzeug. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Um 7.40 Uhr hatte die Regionalleitstelle den Löschzug und Verstärkungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu einem Einfamilienhaus am Nachtigallenweg geschickt. Eine dort lebende 94 Jahre alte Seniorin hatte kurz zuvor den Hausnotruf-Knopf gedrückt und gemeldet, sie sei gestürzt, könne sich nicht bewegen und: „Es brennt!“ Aus Sicht der Feuerwehr ein maximaler Notfall. In einer solchen Situation kann es auf Minuten ankommen. Wenige Minuten später trafen die ersten Rettungskräfte am Einsatzort ein. Die Hamelnerin habe in der verrauchten Küche gelegen, sagte der stellvertretende Wachabteilungsleiter Jan Loges. DRK-Rettungsassistenten behandelten die Verletzungen, die sich die Frau beim Sturz in ihrer Küche zugezogen hatte, und brachten sie ins Krankenhaus. Ursache der Verqualmung war ein Brötchen, das in einem Aufbackofen verkohlt war. Das Tanklöschfahrzeug war in der Zwischenzeit auf dem vereisten Boden ins Rutschen gekommen. Die Reifen drehten durch. Einsatzleiter Sven Hildebrandt wusste, was zu tun ist. Sofort wurden 2500 Liter Wasser abgelassen. Das zeigte Wirkung. Der Lastwagen stand wieder auf seinen sechs Rädern. Mit der Seilwinde des Rüstwagens wurde er gesichert. Ein Feuerwehrmann fuhr ihn langsam aus dem morastigen Boden, in den die Vorderräder tief eingesackt waren. Die Gefahr war jedoch noch nicht gebannt. Abermals rutschte das Fahrzeug weg, erneut musste es mit einem Stahlseil gehalten werden. Erst zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes konnten die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte wieder einrücken. Freiwillige hatten während dieser Zeit einen Löschzug besetzt. Nach Angaben des von der Feuerwehr hinzugezogenen THW-Fachberaters Tobias Tasler hat die Auffahrt eine Steigung von etwa 20 Prozent. „Hätten wir zur Bergung noch ein geländegängiges Fahrzeug benötigt, wären wir mit unserem MAN-Dreiachser gekommen. Dieses ehemalige Bundeswehr-Raketenwerfer-Fahrzeug kommt fast überall durch.“



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