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Freiwilliger watet durch tierische Exkremente / Helfer päppeln Vogel auf

Feuerwehr befreit Hahn aus Gülle-Silo

BESSINGEN. Er saß in einer Tiefe von vier Metern auf einer 80 Zentimeter hohen Schicht aus tierischen Exkrementen – inmitten eines riesigen Gülle-Silos. Der Zwerghahn wurde immer schwächer und schaffte es nicht mehr, aus dem Betonbehälter zu fliegen. Der Bauer bemerkte die Notlage, in der sich der Vogel befand und bat die Feuerwehr um Hilfe.

veröffentlicht am 05.09.2018 um 15:45 Uhr

Gerettet: Der Zwerghahn ist völlig entkräftet. Er dürfte schon längere Zeit kein Wasser mehr getrunken haben. Foto: Feuerwehr
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Wenige Minuten später trafen Freiwillige aus Bessingen und Bisperode in der Nähe der sogenannten Bessinger Spinne ein.

Mit speziellen Messgeräten wurde zunächst geprüft, ob sich im Silo gefährliche Faulgase befanden. „Wir haben natürlich auch den Sauerstoffgehalt kontrolliert“, berichtet der stellvertretende Gemeindebrandmeister Cord Pieper. Sicher ist sicher. Zum Glück war der Güllebehälter gut belüftet. Eine Leiter wurde hinabgelassen. Daniel Giffhorn stieg – gesichert an einer Leine – zu dem Hahn hinab in die Pampe und fing ihn mit dem Kescher ein.

Der Vogel war völlig entkräftet. „Wir haben ihn in einen Käfig gesetzt und an einem Schattenplatz Wasser gegeben. Er war sehr durstig“, erzählt Pieper. Nachdem die Feuerwehrleute den Zwerghahn aufgepäppelt hatten, versuchten sie vergeblich, den Besitzer ausfindig zu machen. Hühner-Züchter wollten dem Hahn kein Asyl gewähren. Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als den Vogel wieder in die Freiheit zu entlassen. „Wir haben noch einen Artgenossen gehört“, sagt Pieper. Er habe schon auf den geretteten Hahn gewartet.

Bis zur Hüfte in tierischen Exkrementen – Daniel Giffhorn ist in den Güllebehälter geklettert, um den Hahn einzufangen. Foto: Feuerwehr
  • Bis zur Hüfte in tierischen Exkrementen – Daniel Giffhorn ist in den Güllebehälter geklettert, um den Hahn einzufangen. Foto: Feuerwehr


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