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„Alles ist offen“ / Ermittler sprechen mit Staatsanwaltschaft weiteres Vorgehen ab

Feuer-Tod einer Hamelnerin gibt immer noch Rätsel auf

Hameln. Der Feuertod einer 49 Jahre alten Hamelnerin gibt den Todesursachen-Ermittlern des Zentralen Kriminaldienstes immer noch Rätsel auf. Auch zwei Monate nach dem Fund einer stark verkohlen Leiche in einem Fachwerkhaus an der Baustraße konnten die Umstände des Todes der Frau noch nicht abschließend geklärt werden.

veröffentlicht am 18.05.2016 um 11:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Die Ermittlungen dauern an. In naher Zukunft soll es bei der Staatsanwaltschaft in Hannover ein Gespräch geben. Experten des 1. Fachkommissariats wollen mit der Ermittlungsbehörde das weitere Vorgehen abstimmen. Nach wie vor gibt es keine eindeutigen Antworten auf diese beiden Fragen: War es ein technischer Defekt, der einen Brand ausgelöst und letztlich zum Tod der Frau geführt hat? Oder ist die Hausbewohnerin Opfer eines Verbrechens geworden? Die Todesursachen-Ermittler können derzeit nichts ausschließen. „Alles ist offen. Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizeioberkommissar Jens Petersen am Mittwoch auf Anfrage. Hinweise, die auf Gewalteinwirkung hindeuten, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht gefunden. Der Fall ist ebenso kompliziert wie rätselhaft: Polizei und Staatsanwaltschaft haben deshalb mehrere Sachverständige eingeschaltet (wir berichteten). Die heimischen Ermittler werden bei ihren Nachforschungen von einer Brandursachen-Kommission unterstützt. Es handelt sich um eine Kriminaltechnische Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamts Niedersachsen - sie setzt sich aus Experten zusammen, die technische, chemische, physikalische und biologische Aspekte eines Feuers analysieren. Auch Rechtsmediziner, die sich auf Untersuchung von Brandwunden spezialisiert haben, beschäftigen sich mit dem Hamelner Todesfall. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat zusätzlich ein externes Sachverständigen-Büro für Brandursachen-Forschung eingeschaltet. Wenn alle Erkenntnisse auf dem Tisch liegen, können sich die Polizeibeamten ein Bild von der Lage machen und ihre Schlüsse ziehen. Axel Brünger, Leiter des 1. Fachkommissariats, gibt sich bedeckt. Er will nicht zu viel verraten. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis sei die Frau „an den Folgen von Hitzeeinwirkung gestorben“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar. Das könnte bedeuten, dass die Hamelnerin nicht durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben gekommen ist. Als sich Feuerwehrleute Zugang zur Wohnung verschafften, fanden sie die Mieterin - sie lag leblos hinter der Tür. Seinerzeit hieß es, „eine Person und Teile der mit Holz verkleideten Treppe“ hätten zu diesem Zeitpunkt gebrannt. Die Brandermittler gehen davon aus, dass sich die Oberbekleidung der Hamelnerin aus noch unbekannter Ursache im Obergeschoss entzündet hat. Die Frau müsse dann brennend in Richtung Hausflur gelaufen und die Treppe hinuntergefallen sein.



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